EC- und KreditkartenWichtige Vorsichtsmaßnahmen
Datenmissbrauch bedeutet für Kreditkartenbesitzer zwar meist keinen größeren finanziellen Schaden, dafür aber eine Menge Ärger. Wer mit Plastikgeld bezahlt, sollte deshalb einige Dinge im Hinterkopf behalten.
In den vergangenen Wochen häufen sich Meldungen über Betrügereien oder Datenmissbrauch bei Kreditkarten. Für die Kartenbesitzer entsteht zwar meist kein größerer finanzieller Schaden, dafür aber eine Menge Ärger. Wer mit Plastikgeld bezahlt, sollte deshalb einige Dinge im Hinterkopf behalten.
Verlust oder Diebstahl: Sobald auffällt, dass die Karte nicht mehr da ist, muss sie so schnell wie möglich gesperrt werden. Während der Geschäftszeiten kann man die ausgebende Bank oder Sparkasse anrufen. Rund um die Uhr sind die kostenpflichtige zentrale Sperrnummer 01805-021021 oder die gebührenfreie Nummer 116116 zu erreichen. Am besten, man speichert die Sperr-Hotlines im Handy ab. Ein Diebstahl sollte zudem bei der Polizei angezeigt werden.
Haftung: Wird die Karte so schnell wie möglich gesperrt, haftet das ausgebende Institut für etwaige Abbuchungen - mitsamt eventuell angefallener Überziehungszinsen. Auch wenn der Kartendieb mit der Karte auf Großeinkauf geht, muss die Bank den Verlust ausgleichen. Wer die Karte nicht sofort sperren lässt, obwohl ihm der Verlust aufgefallen ist, könnte am Schaden beteiligt werden. Für den Schaden auf seinem Konto muss auch aufkommen, wer sich grob fahrlässig verhalten hat - zum Beispiel, indem er seine Geheimzahl auf der EC- oder Kreditkarte notiert oder sie am gleichen Ort wie die Karte deponiert hatte. Auch wer die Karte im Mantel an der Garderobe lässt, handelt grob fahrlässig.
Internet: Vorsicht beim Einkaufen im Netz: Betrüger versuchen, Kreditkarten-Daten aus dem Internet abzugreifen. Seriöse Onlineshops sind am Impressum mit kompletter Anschrift und klaren Geschäftsbedingungen erkennbar. Kreditkarten-Nummern sollten zudem nur bei einer sicheren Internetverbindung eingegeben werden, die über die Zeichenfolge "https://" in der Adresszeile und ein kleines Schloss-Symbol zu erkennen ist. Sicherer ist, wenn bei Zahlung neben Kartennummer und Ablaufdatum auch die dreistellige Prüfnummer auf der Kartenrückseite verlangt wird. Mit Kreditkarte sollte am besten nur vom eigenen Computer zu Hause bezahlt werden.
Geldautomaten: Wer Geld abhebt, sollte genau darauf achten, dass niemand die Geheimzahl sehen kann. Das Eingabefeld sollte mit der Hand abgedeckt werden. Der Geldautomat sollte vorher immer einmal kurz kontrolliert werden, ob keine Auffälligkeiten zu sehen sind. Beim sogenannten Skimming kopieren Betrüger die Geheimnummer mit einem Aufsatz an der Kartenöffnung. Andere Tricks sind die Beschichtung der Eingabefläche oder eine Minikamera am Geldautomaten.
Datenpannen: Manchmal gelingt es Computerkriminellen, Kreditkartendaten im System von Onlineshops auszuforschen. Theoretisch ist auch denkbar, dass die Kartendaten direkt beim ausgebenden Institut entwendet werden. Dagegen kann der Kartenbesitzer kaum Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Auf jeden Fall sollte man aber schnellstmöglich die Karte sperren, sobald man illegale Abbuchungen bemerkt. Den Schaden trägt auch hier die Bank oder der Kreditkarten-Anbieter.