Ratgeber
Montag, 08. April 2013

Bei Anruf Job: Wie man Headhunter lockt

Ein Anruf vom Headhunter ist keine reine Glückssache. Wer von Personalvermittlern entdeckt werden will, kann dafür durchaus etwas tun. Dabei sollte man allerdings vorsichtig vorgehen, warnt eine, die es wissen muss.

Headhunter rufen oft im Büro an. Dort sollte man nicht zu lange mit ihnen reden.
Headhunter rufen oft im Büro an. Dort sollte man nicht zu lange mit ihnen reden.

Ein Anruf vom Headhunter kommt meist nicht von allein. Fachkräfte, die ihren Job wechseln wollen, können aber etwas nachhelfen. Etwa, indem sie im Internet Spuren ihrer Arbeit hinterlassen. "Viele Stellen für Hochqualifizierte werden nicht in Tageszeitungen oder Jobportalen ausgeschrieben. Stattdessen suchen Headhunter im Auftrag von Unternehmen gezielt nach geeigneten Kandidaten", sagt die Headhunterin Viktoria Balensiefen. Mit einigen Kniffen können Wechselwillige ihnen die Suche erleichtern.

"Mit fachlich interessanten Beiträgen in Fachforen kann man auf sich aufmerksam machen", erklärt Balensiefen. Auch wenn Berufstätige einen Vortrag an einer Hochschule halten oder den Abteilungsleiter als Co-Referent auf Konferenzen begleiten, könne das helfen. "Die Ankündigungen oder Protokolle von solchen Veranstaltungen sind oft online zu finden." Veröffentlichungen in Fachzeitschriften seien ebenfalls nützlich - und zugleich unverfänglich.

Vorsicht am Arbeitsplatz

Denn wer es sich nicht mit dem derzeitigen Chef verscherzen will, geht besser unauffällig vor: "Schon eine offen sichtbare Handynummer in einem Businessnetzwerk wie Xing oder Linkedin ist verfänglich", warnt Balensiefen. Trotzdem sollte man sich bei solchen Online-Netzwerken anmelden und sein Profil pflegen. Dort könnten Nutzer angeben, dass sie am fachlichen Austausch interessiert und offen für Kontakte aus der Branche sind.

Grundsätzlich sollten Wechselwillige alle Karriereschritte zu Hause planen und nie am Arbeitsplatz. Eine im Unternehmen ausgedruckte Stellenbeschreibung könne Probleme geben, sagt Balensiefen. E-Mails, die mit einem möglichen neuen Job im Zusammenhang stehen, sollten Angestellte auch niemals über den Dienstaccount schreiben.

Wenn dann tatsächlich ein Anruf von einem Headhunter kommt - üblicherweise am Arbeitsplatz - sollten Mitarbeiter sich vor anwesenden Kollegen nichts anmerken lassen. Am besten vereinbarten sie unauffällig einen Termin zum ungestörten Telefonieren, rät Balensiefen. Das gehe etwa so: "Ach, schön, dass Sie anrufen. Jetzt kann ich leider nicht lange sprechen - lassen Sie uns doch morgen Abend telefonieren."

Quelle: n-tv.de

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