Ratgeber
Montag, 21. Juni 2010

Plastik-, Papier- und Bargeld: Zahlungsmittelmix für den Urlaub

Sicher, problemlos akzeptiert und möglichst kostengünstig sollte das Zahlungsmittel im Urlaub sein. Dabei sollten Urlauber sich nicht auf eines allein verlassen.

Die klassischen Wechselstuben spielen fast keine Rolle mehr.
Die klassischen Wechselstuben spielen fast keine Rolle mehr.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Maestro- beziehungsweise ec-Karten werden in weit über hundert Ländern an über einer Million Geldautomaten und gut zehn Millionen Restaurant-, Hotel- und Ladenkassen akzeptiert. Bargeld am Automaten fremder Institute kostet meist ein Prozent des abgehobenen Betrages, mindestens drei bis sechs Euro. Wer sich bei der Hausbank nach Partnerbanken erkundigt, kann dort oft kostenlos Geld abheben. Der Einkauf im Laden ist in der Euro-Zone gebührenfrei. Ansonsten fällt meist ein Prozent des Preises als Gebühr an. Besonders sicher sind Karten mit Chip und persönlicher Geheimnummer (PIN).

Bei der Akzeptanz im Ausland sind Kreditkarten unschlagbar. Die Anbieter kassieren beim Einkauf außerhalb der Euro-Zone eine Umrechnungsgebühr zwischen einem und zwei Prozent der Summe, manchmal schlagen die Händler vor Ort zusätzlich etwas auf. Beim Geldabheben fallen oft hohe Gebühren an: In der Regel werden zwei bis vier Prozent fällig, mindestens jedoch drei bis sieben Euro. Es gibt aber auch Kreditkarten einiger Banken, mit denen das Abheben am Geldautomaten gebührenfrei ist. Wer im Geschäft in Frankreich, Großbritannien, Dänemark oder den USA seine Kreditkarte zückt, sollte zudem seine Geheimnummer parat haben - die Unterschrift reicht in immer mehr Ländern nicht.

Beim Verlust von Geldkarten sollten diese schnell gesperrt werden, damit Betrüger nicht das Konto abräumen. Dies ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer +49-1805-021021 möglich. Für viele Bank- und Kreditkarten gibt es zudem die einheitliche Sperrnummer +49-116116.

Wichtiges Zahlungsmittel ist und bleibt Bargeld. Doch weil es bei Diebstahl nicht ersetzt wird, empfehlen Verbraucherschützer, möglichst wenig davon mitzunehmen. Das Bare sollte nur den Bedarf der ersten Tage und Ausgaben für Taxifahrten oder Trinkgeld decken. Umgerechnet 100 bis 200 Euro reichen meist. Einen Währungsrechner und eine Umrechungstabelle zum Ausdrucken stellt zum Beispiel der Bundesverbandes Deutscher Banken bereit.

Während Reiseschecks etwa von American Express in Westeuropa wegen der Geldautomaten-Dichte kaum benötigt werden, gehören sie vor allem in Afrika, in Teilen Asiens oder Amerikas in die Urlaubskasse. Die Anbieter haben für jedes Reiseland eine Liste mit Akzeptanzstellen, die keine oder geringe Tauschgebühren verlangen. Das Ausstellen der Schecks kostet etwa ein Prozent des Betrags. Reiseschecks werden bei Verlust kostenlos und meist sehr schnell ersetzt.

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Quelle: n-tv.de

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