Ratgeber

Billig-Flugpreis plus ein großes X : Zusatzgebühren verteuern Schnäppchen

Mit günstigen Preisen locken gerade die Billigflieger wieder zur Urlaubszeit. Doch Reisende zahlen für Schnäppchentickets häufig deutlich mehr, als die Preistafeln auf den ersten Blick verraten. Denn oft kommen noch Gebühren für das Gepäck oder auch für die mögliche Reservierung eines Sitzplatzes hinzu.

Bei einigen Gesellschaften ist nur die Buchung per Internet kostenlos.
Bei einigen Gesellschaften ist nur die Buchung per Internet kostenlos.

Billigflieger verlangen oft schon für das erste Gepäckstück Geld. Bei Ryanair etwa fallen je einfachem Flug in der Nebensaison bei Buchung im Internet ab 15 Euro für einen Koffer bis 15 Kilogramm an, in der Hochsaison sind es ab 25 Euro. Bei einem Gewicht bis 20 Kilogramm erhöhen sich die Preise auf 25 Euro in der Neben- und 35 Euro in der Hochsaison. Bei der Buchung am Flughafen wird es noch teurer. Auch Easyjet verlangt je nach Strecke Gebühren für Koffer bis 20 Kilogramm.

Bei anderen Fluggesellschaften kostet das Gepäck nur bei den besonders günstigen Tarifen extra. Bei Germanwings etwa werden beim Spartarif für Koffer bis 23 Kilogramm bei der Onlinebuchung 12,50 Euro fällig. In anderen Tarifen ist das erste Gepäckstück frei. Ähnlich sieht es bei Airberlin aus. In einem Tarif kostet Gepäck bis 23 Kilogramm online 15 Euro. Beim Branchenprimus Lufthansa dagegen ist Gepäck bis 23 Kilogramm frei. Bei TUIfly und Condor ist ein Gepäckstück bis 20 Kilogramm frei. Handgepäck ist bei den Fluggesellschaften je nach Größe und Gewicht meist gratis.

Über- und Sportgepäck

Nicht selten erlauben Airlines 20 Kilo Freigepäck, teils gilt die Obergrenze auch bei mehreren Gepäckstücken. Für jedes weitere Kilo Gepäck werden pro Strecke teils saftige Gebühren fällig. So verlangt TUIfly am Schalter zehn, Easyjet bis zu 14 Euro. Aber auch für Sportgeräte wie Surfbrett oder Fahrräder fallen Gebühren an. Ryanair will bei Onlinebuchung 50 Euro. Bei Germanwings werden - abhängig von der Ausrüstung - bis zu 50 Euro fällig, bei Airberlin ab 70 Euro. Bei Lufthansa ist Sportgepäck innerhalb der Gepäckgrenzen frei, darüber hinaus gelten für verschiedene Sportgeräte unterschiedliche Preise.

Sitzplatzreservierung

Bei einigen Billigfliegern ist das Reservieren eines Sitzplatzes nicht möglich, bei den anderen kostet es extra. Air Berlin verlangt pro Person und Strecke 11,99 Euro auf Kurzstrecken und 16,99 Euro für längere Strecken. TUIfly kassiert zwölf bis 15 Euro auf normalen Plätzen. Ryanair nimmt für eine begrenzte Zahl an Plätzen zehn bis 15 Euro. Für den Rest gibt es die Möglichkeit des bevorzugten Einsteigens, was allerdings auch sieben bis zehn Euro extra kostet. Bei Easyjet kostet eine Sitzplatzreservierung zwischen vier und 15 Euro.

Buchungsart

Bei einigen Gesellschaften ist nur die Buchung per Internet kostenlos. Für eine telefonische Bestellung werden pro Strecke Extragebühren fällig. TUIfly will fünf Euro pro Strecke, Air Berlin 20 Euro am Schalter oder am Telefon.

Bearbeitungspauschalen

Teils wollen Fluggesellschaften auch pauschale Verwaltungsgebühren für die Bearbeitung von Buchungen. Bei Easyjet etwa fallen 12,50 Euro an. Ryanair will sieben Euro pro Person und Strecke.

Kreditkartenzahlung

Alle Billigflieger haben zwar kostenlose Zahlungsvarianten. Der Hinweis auf diese Möglichkeit wird aber oft gut versteckt. Die Buchung per Kreditkarte kostet dagegen meist Gebühren. Easyjet etwa will für gebräuchliche Kreditkarten wie von Visa oder Mastercard eine Zusatzgebühr von 2,5 Prozent des Buchungswertes. Passagiere bei Germanwings zahlen 9,90 Euro, bei TUIfly bis zu 8,33 Euro, bei Condor bis zu 18 Euro.

Versicherungen

Wer sein Ticket im Internet bestellt, läuft bei vielen Gesellschaften Gefahr, ungewollt eine kostenpflichtige Reiseversicherung mit abzuschließen. Teils ist das entsprechende Kästchen auf der Internetseite automatisch angekreuzt und muss erst weggeklickt werden.

Quelle: n-tv.de

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