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Nährwerte müssen künftig pro 100 Gramm angegeben werden. So lassen sich Produkte besser vergleichen.
Nährwerte müssen künftig pro 100 Gramm angegeben werden. So lassen sich Produkte besser vergleichen.(Foto: imago/Michael Weber)

Was ändert sich 2016 ...: ... bei Ernährung und Umwelt?

Mediamarkt und Co. müssen bald Elektroschrott entsorgen. Lebensmittelhersteller dürfen Nährwertinformationen nicht mehr unterschlagen. Außerdem soll Kinderspielzeug weniger gefährlich werden. Die Neuerungen im Einzelnen.

Wohin mit dem alten Toaster oder dem ausrangierten Föhn? Den Weg zum Wertstoffhof können sich Verbraucher künftig sparen. Händler müssen Elektroschrott zurücknehmen. Es gibt aber noch weitere Neuigkeiten aus dem Bereich Umwelt und Ernährung.

Nährwertangaben auf Verpackungen

Wie viele Kalorien hat die Tüte Light-Chips? Wie viele Kohlenhydrate die Sojamilch? Viele Hersteller drucken die Nährwertangaben schon jetzt auf die Verpackungen. Ab dem 13. Dezember 2016 wird das Pflicht. Das gilt auch für Lebensmittel, die übers Internet verkauft werden.

Von der Kennzeichnungspflicht gibt es nur wenige Ausnahmen: Etwa für alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Prozent Alkohol, für Kleinverpackungen mit einer Oberfläche von weniger als 25 Quadratzentimetern beträgt sowie für alle handwerklich hergestellten Lebensmittel, die direkt durch den Hersteller in kleinen Mengen an den Endkunden abgegeben werden.

Festgelegt ist auch, welche Angaben die Hersteller auf die Verpackungen drucken müssen. Neben dem Brennwert sind das Fett und gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salzgehalt des Produkts. Alle Werte müssen sich auf 100 Gramm beziehen. Bislang erschweren manche Anbieter einen Vergleich, indem sie willkürliche Portionsgrößen festlegen. Solche Portionsangaben sind zwar auch weiterhin zulässig, aber eben nur als Ergänzung.

Händler müssen Elektroschrott zurücknehmen

Viele Bauteile und Rohstoffe sind viel zu schade für die Müllverbrennung.
Viele Bauteile und Rohstoffe sind viel zu schade für die Müllverbrennung.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Auch wenn sich viele nicht dran halten: Ausrangierte Elektrogeräte gehören nicht in den Hausmüll, sondern sollten bei den kommunalen Sammelstellen entsorgt werden. Bald kann man sie auch einfach zurück in den Elektromarkt bringen. Ab 24. Juli 2016 müssen auch große Geschäfte ausgediente Smartphones, Toaster oder Fernseher kostenlos zurücknehmen, so will es das Elektro- und Elektronikgerätegesetz. Das soll dafür sorgen, dass die Recyclingquote im Elektronikbereich deutlich erhöht wird.

Betroffen sind alle Läden mit mehr als 400 Quadratmetern Fläche. Großgeräte müssen sie zurücknehmen, wenn der Kunde ein gleichwertiges neues Gerät kauft. So muss man sich beispielsweise nicht mehr um die Entsorgung der alten Waschmaschine kümmern, wenn die neue geliefert wird. Kleine Geräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge - etwa Handys oder Toaster -  müssen auch ohne einen Neukauf angenommen werden.

Unerheblich, ob man Gerät dort gekauft hat

Die neue Regelung gilt für große Elektronikketten, aber nicht für Supermärkte oder Discounter, die nur wenige Elektrogeräte anbieten. Unerheblich ist, ob man das alte Modell in dem entsprechenden Laden gekauft hat.

Auch Online-Händler sind künftig verpflichtet, die ausrangierten Geräte zurückzunehmen. Sie müssen Annahmestellen "in zumutbarer Entfernung zum Verbraucher" einrichten. Dabei ist es ihnen überlassen, wie genau sie das Gesetz umsetzen. Denkbar sind Kooperationen mit dem Handel vor Ort, mit Sozialbetrieben – wie Werkstätten für behinderte Menschen – oder Rücksendemöglichkeiten zum Beispiel über Paketdienstleister.

Strengere Grenzwerte für Schadstoffe

Schon seit dem 21. Dezember 2015 müssen bei Kinderspielzeug strengere Grenzwerte für drei Weichmacher mit flammhemmenden Eigenschaften und Bisphenol A angewendet werden. Das ist gut so, denn diese Substanzen wirken ähnlich wie Hormone und können im schlimmsten Fall unfruchtbar machen und stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Ab dem 27. Dezember gelten zudem striktere Auflagen für mehrere Substanzen aus der Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), die ebenfalls als krebserregend gelten. Sie finden sich in Kinderspielzeug, Baby- oder Sportartikeln, Werkzeug- und Fahrradgriffen oder auch in Plastikschuhen und Mousepads.

Quelle: n-tv.de

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