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Donnerstag, 06. Juli 2017

Deutliche Preisunterschiede: Die besten Organisationen für Schüleraustausch

Aufs College in Kalifornien oder ein Schuljahr in Australien – bevor dieser Traum für Jugendliche Wirklichkeit wird, ist neben den finanziellen Möglichkeiten eine gute Planung die Grundvoraussetzung. Viele spezialisierte Organisationen sind professionell aufgestellt, sowohl gemeinnützige wie auch kommerzielle. Ein Preis-Leistungs-Vergleich ist dennoch lohnenswert.

Die Schüleraustausch-Organisationen erzielen im Test ein gutes Branchenergebnis und überzeugen sowohl beim Service als auch in der Leistungsanalyse. Das zeigt die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität, welches im Auftrag von n-tv.de 15 Organisationen für Schüleraustausch getestet hat. Dabei schneiden die gemeinnützigen Organisationen insgesamt noch etwas besser ab als die privatwirtschaftlichen.

Lohnender Preisvergleich

Preislich sind die Unterschiede erheblich: So weichen die Basispreise für einen einjährigen USA-Aufenthalt um fast 3.500 Euro voneinander ab (günstigster Anbieter: 9.015 Euro, teuerster: 12.450 Euro). Über die festgelegten Standardanforderungen hinaus variiert auch der Umfang inkludierter Zusatzleistungen. "Interessenten sollten nicht nur auf die Grundpreise achten, sondern auch das Leistungspaket vergleichen. Dabei ist ein höherer Preis nicht immer auch mit mehr Leistungen verbunden", so Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Überzeugendes Leistungsangebot

Generell umfangreich ist das Angebot: Austauschschüler können zwischen diversen Programmoptionen – etwa die Zielregion, Schulart und Dauer – wählen. Während kommerzielle Anbieter im Schnitt aber nur elf Länder im Portfolio haben, punkten gemeinnützige Organisationen mit einem größeren Länderangebot von bis zu 57 Destinationen. Zum Branchenstandard zählen auch Informationsveranstaltungen, Vor- und Nachbereitungstreffen, Vergabe von Stipendien sowie eine persönliche Betreuung vor Ort.

Service nicht außer Acht lassen

Marktforschungsexperte Markus Hamer weist auf ein weiteres Auswahlkriterium hin: „Ein Auslandsaufenthalt ist eine weitreichende Entscheidung – für die Jugendlichen wie auch für die Eltern. Ein guter Service des Anbieters ist deshalb unabdingbar.“ Erfreuliches Ergebnis der Studie: Gute und kompetente Beratung erhält man sowohl am Telefon als auch per E-Mail. Die Websites überzeugen zudem mit einem hohen Informationswert: Preislisten, Hinweise zur Vergabe von Stipendien, Fristen und Teilnahmevoraussetzungen sowie Erfahrungsberichte ehemaliger Teilnehmer zählen fast überall zum Angebot. 13 der 15 untersuchten Organisationen bieten einen guten Service, zwei sind befriedigend.

Die besten Anbieter

Als Testsieger geht Ayusa-Intrax mit dem Qualitätsurteil "gut" aus der Studie hervor. Im Service punktet die Organisation vor allem am Telefon mit kurzen Wartezeiten und kompetenten Auskünften. Die übersichtliche Internetseite präsentiert unter anderem einen speziellen Infobereich für Eltern. Anfragen per E-Mail werden vollständig und sehr individuell beantwortet. Zum außerordentlich guten allgemeinen Leistungsangebot zählen zahlreiche Optionen für den Schüleraustausch, beispielsweise die Wahlmöglichkeit der Schule oder die Unterbringung in einem Internat statt in einer Gastfamilie. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das zweitbeste im Test.

IE International Experience (Qualitätsurteil: "gut") belegt als beste gemeinnützige Organisation den zweiten Rang. Der Anbieter ist in puncto Leistungen führend. Austauschschülern stehen zahlreiche Optionen zur Auswahl. Der Basispreis für einen einjährigen USA-Aufenthalt ist der vergleichsweise günstigste und umfasst zahlreiche Versicherungen und ein mehrtägiges Vorbereitungsseminar. Stärkster Servicebereich ist die telefonische Beratung, die individuell und verständlich ausfällt.

Auf den dritten Rang kommt YFU, ebenfalls mit einem guten Gesamtergebnis. Die gemeinnützige Organisation punktet in der Leistungsanalyse vor allem beim Musterfall USA-Austausch, der während des Aufenthalts beispielsweise auch ein Seminarangebot umfasst. Darüber hinaus überzeugt das allgemeine Leistungsangebot. Beim Service können sich die kompetenten Mitarbeiter am Telefon wie auch per E-Mail profilieren.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete 15 Organisationen für Schüleraustausch – zehn kommerzielle und fünf gemeinnützige. Die Servicequalität wurde bei jedem Unternehmen anhand von verdeckten Telefon- und E-Mail-Tests ermittelt. Zudem wurden Prüfungen der Internetauftritte sowie eine detaillierte Inhaltsanalyse der einzelnen Websites durchgeführt. In einem weiteren Schritt erfolgte eine Erhebung und umfassende Bewertung der Leistungen und des Preis-Leistungs-Verhältnisses (Stand der Daten: 28. April 2017).

Quelle: n-tv.de

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