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Ende Oktober stellte Air Berlin den Flugbetrieb ein.
Ende Oktober stellte Air Berlin den Flugbetrieb ein.(Foto: imago/Rüdiger Wölk)
Dienstag, 14. November 2017

Website fürs Insolvenzverfahren: Air-Berlin-Geschädigte müssen warten

Die Fluggesellschaft Air Berlin ist Geschichte, doch viele ehemalige Kunden warten immer noch auf ihr Geld. Die Insolvenzgesellschaft Flöther & Wissing hat nun eine Website freigeschaltet, die Geschädigten beim Verfahren helfen soll.

Am 27. Oktober setzte das letzte Mal eine Air-Berlin-Maschine am Flughafen Berlin-Tegel auf. Danach endete ihr Flugbetrieb, doch viele Kunden hatten noch Tickets, die weit über Ende Oktober hinaus datiert waren. Gerade bei Fernreise-Flugtickets ist das eine ziemlich teure Buchung ohne Gegenleistung.

Auf der noch existierenden Air-Berlin-Website steht der freundliche Gruß: "Wir möchten uns bei Ihnen für die langjährige Treue bedanken und verabschieden und in gewohnter Weise mit den Worten 'Tschüss, auf Wiedersehen und bye, bye'." Viele Reisende haben nun das Nachsehen und versuchen, im Insolvenzverfahren von Air Berlin ihre Entschädigung zu erhalten. Mehr Informationen bekommen Geschädigte ab sofort über eine vom Insolvenzverwalter eingerichtete Website.

Auf airberlin-inso.de finden die Geschädigten die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Insolvenz und die mögliche Rückerstattung. Sie können dort auch ihre Adressdaten speichern und sich später für eine Forderung registrieren. Man rechnet mit bis zu einer Million Air-Berlin-Gläubiger. Dementsprechend lange kann das Verfahren dauern. Ob es dann Geld gibt, ist immer noch fraglich.

Dazu heißt es offiziell: "Bis Ende 2017 wird das Büro des Sachwalters wegen der großen Gläubigeranzahl in Etappen an alle bis dahin ermittelten Gläubiger ein Gläubigerrundschreiben mit weiterführenden Informationen und einem bereits personalisierten Formular zur Forderungsanmeldung versenden." Die Gläubiger werden außerdem gebeten, mit der Anmeldung der Ansprüche zu warten, bis sie das Schreiben bekommen haben, um eine koordinierte Bearbeitung und spätere Prüfung zu ermöglichen.

Quelle: n-tv.de

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