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Montag, 18. Mai 2009

Besser als andere Hauptstädte: Berlin zieht immer noch

Berlin kommt nach Einschätzung seines neuen Tourismuschefs Burkhard Kieker besser durch die Krise als andere europäische Hauptstädte. Das Jahr werde nicht einfach, aber die Stadt halte sich wacker, sagte Kieker. Entscheidender Vorteil in der weltweiten Konkurrenz mit anderen großen Reisezielen sei das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis. Dies gelte sowohl für die Anreise zum Beispiel mit Billigfliegern wie auch für die Hotelpreise. Eine Prognose für dieses Jahr wollte Kieker nicht abgeben. "Wenn wir das Vorjahresziel erreichen, sind wir schon zufrieden."

Im vergangenen Jahr kamen fast 8 Millionen Gäste nach Berlin. Davon mehr als 2,7 Millionen aus dem Ausland. Mittlerweile entdeckten wieder viele Deutsche ihre Hauptstadt als Reiseziel und strichen dafür Auslandsreisen. Dem Gastgewerbe empfahl Kieker allerdings, die günstigen Übernachtungspreise zu halten. "Es heißt, wenn London oder Paris die Hotelpreise halbieren, sind sie immer noch doppelt so hoch wie in Berlin."

Zurückhaltend äußerte sich Kieker über den unvermindert anhaltenden Boom beim Hotelbau in Berlin. Es gebe inzwischen 22 Fünf- Sterne-Häuser. "Und die Zahlen zeigen nach Adam Riese, dass die Betten immer schwerer zu füllen sind". Es kämen zwar weiterhin mehr Reisende nach Berlin, aber sie blieben oftmals kürzere Zeit in der Stadt und konzentrierten sich auf das mittlere Preissegment bis 100 Euro pro Zimmer.

Im März stieg jüngsten Erhebungen zufolge die Zahl der Hotelbetten auf 99 058. Das waren 8,5 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Ihre Auslastung ging allerdings von 49,3 auf 44,6 Prozent zurück.

dpa

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