Donnerstag, 27. August 2009
Zu teuer geworden: Briten und Japaner meiden Paris
Der Pariser Tourismus spürt die Krise. Im ersten Halbjahr 2009 besuchten 11,1 Prozent weniger Ausländer die Seine-Metropole als ein Jahr zuvor. Vor allem Briten und Japaner meiden die für sie teuer gewordene Stadt. Dafür kommen mehr Niederländer. Einschließlich der Franzosen sei die Zahl der Gäste im 1. Halbjahr um 7,8 Prozent gesunken, teilte die Stadt mit. Der Rückgang setzte sich im Juli und August abgeschwächt fort.
Die langen Schlangen vorm Eiffelturm sind etwas kürzer geworden.
(Foto: AP)
Die wichtigsten Tourismusmagneten vom Eiffelturm über das Centre Pompidou bis zum Musée d'Orsay wurden im ersten Quartal von zwölf Prozent weniger Gästen besucht. Nur die Museen meldeten im Sommer wieder etwas mehr Besucher. "Ermutigende Zeichen" sieht die Stadt aber für den Herbst, weil der Aufschwung in China, Brasilien und Indien neue Besucher aus diesen Ländern verspreche. Auch die Amerikaner, deren Zahl bereits 2008 um ein Fünftel eingebrochen war, kehrten langsam zurück.
Im ersten Halbjahr wurden 6,03 Millionen Übernachtungen von Touristen gezählt. Die Zahl der Besucher aus Japan und Großbritannien ging um jeweils ein Viertel zurück. Auch gut 17 Prozent der spanischen Gäste blieben weg. Dafür kamen 6,8 Prozent mehr Niederländer und die Italiener waren wieder so zahlreich wie 2008. Bei den Deutschen betrug der Rückgang 5,7 Prozent.
dpa
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