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Skilift im Yongpyeong-Resort.
Skilift im Yongpyeong-Resort.(Foto: Korean Tourism Board)

Die Spiele 2018 - noch ein Jahr: Das bietet Südkorea den Olympia-Besuchern

Von Sonja Gurris

In knapp einem Jahr finden in Pyeongchang in Südkorea die Olympischen Winterspiele statt. Wie weit ist die Vorbereitung und was können ausländische Gäste neben den Sportereignissen dort erleben? n-tv.de hat bei den Südkoreanern nachgefragt.

Südkorea richtet 2018 die 23. Olympischen Winterspiele aus, in den drei Austragungsorten Pyeongchang, Gangneung an der Ostküste und Jeongseon. Von den drei Städten ist Gangneung die größte, während Pyeongchang der Hauptaustragungsort und Namensgeber der Spiele ist.

Biathlon-Wettkampf im März 2017 in Pyoengchang.
Biathlon-Wettkampf im März 2017 in Pyoengchang.(Foto: dpa)

Knapp ein Jahr vor der Eröffnungszeremonie sei die Infrastruktur gut vorbereitet, die Probe-Wettkämpfe konnten stattfinden. "Wir befinden uns gerade in der Endphase, um die Infrastruktur herzurichten. Wir haben vor Kurzem auch ein Eissport-Event und ein paar weitere gehabt, dieser Testlauf ist erfolgreich durchgeführt worden. Die Athleten haben die Einrichtungen sehr gemocht", erzählt Minhong Min, Executive Vice President des Koreanischen Tourismusverbandes im Gespräch mit n-tv.de.

Wenn die Spiele vom 9. bis zum 25. Februar 2018 stattfinden, sollen auch ausländische Besucher ins Land strömen. Im vergangenen Jahr reisten etwa 110.000 deutsche Touristen nach Südkorea, Tendenz angeblich steigend. "Nur für den Zeitraum der Olympischen Spiele erwarten wir 350.000 Besucher aus dem Ausland", gibt sich Min hoffnungsvoll. Sportaffine Besucher können außer den Medaillen-Kämpfen auch noch einige andere Programmpunkte für Südkorea einplanen.

Der Woljeongsa-Tempel.
Der Woljeongsa-Tempel.(Foto: Korean Tourism Board)
Was gibt es sonst noch?

"Besucher können rund um die Austragungsorte auch tolle Wanderungen machen. In diesen Bergen sind auch viele alte Tempel zu sehen. Einige von ihnen bieten auch Übernachtungen in Tempeln an. Touristen können also Erfahrungen machen, wie es ist, in einem buddhistischen Tempel zu leben." Im koreanisch-englischen Jargon werden diese Aufenthalte "Templestay" genannt. Ausländische Gäste sollten danach fragen, wenn sie so etwas mitmachen wollen.

In der Hauptstadt Seoul gibt es außerdem fünf alte Paläste, die Touristen besichtigen können. Neben den Skigebieten gibt es in der Region auch heiße Quellen, die die Koreaner empfehlen. Außerdem liegt die Stadt Gangneung direkt am Meer und lädt zum Flanieren ein.

Touristen sollen Korea entdecken

Natürlich soll Olympia auch im Nachgang die Besucher anlocken: "Wir erhoffen uns, dass der Ort und die Region zu einem Touristenziel für Urlauber wird. Die Infrastruktur, die extra für Olympia gebaut wurde, kann anschließend genutzt werden", so Min.

Die Stadien könnten für Sportereignisse, aber auch als Trainingsgelände genutzt werden. Außerdem sei die Verbindung zwischen Pyoengchang und Seoul so gut ausgebaut worden, dass sie sich einen Synergieeffekt erhoffen. Südkorea war übrigens schon einmal Austragungsort: Die Hauptstadt Seoul war 1988 Gastgeber der Olympischen Sommerspiele.  

Quelle: n-tv.de

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