Samstag, 20. Juni 2009
Urlaub per Mausklick: Das sollten Sie beachten
Der Urlaub rückt immer näher und so manch einer versucht, noch schnell im Internet ein günstiges Last-Minute-Angebot zu ergattern. Doch wer sich späteren Ärger ersparen will, sollte einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Auswahl von Reiseveranstalter und Vermittler
Grundsätzlich ist es sicherer, einen namhaften Anbieter zu wählen, der bereits seit längerem auf dem Markt ist. Auf den Internet-Seiten muss ein vollständiges Impressum gut ersichtlich sein - mit dem Namen der Firma und ihrer kompletten Postanschrift, Telefon- und Faxnummern sowie den Namen gesetzlicher Vertreter.
Wer seinen Urlaub online bucht, sollte einiges beachten.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Auch die Garantie- und Geschäftsbedingungen müssen leicht zu finden und klar formuliert sein. Seriöse Anbieter sind in der Regel Mitglied im Deutschen Tourismusverband (DTV). Nützlich sind auch Güte-Siegel, etwa vom TÜV-Süd oder "Trusted Shops", die Online-Anbieter testen. Hat ein ausländischer Anbieter keine Niederlassung in Deutschland, ist es für deutsche Kunden erfahrungsgemäß schwieriger, ihre Rechte durchzusetzen.
Reservierung von Hotels und Flügen
Bei Onlinebuchungen von Hotels und Flügen gibt es kein Widerrufsrecht - in der Regel wird der Betrag sofort per Kreditkarte eingezogen. Daher ist es wichtig, das Objekt genau zu prüfen. Die Angaben zum Flugticket - Preis, etwaige Extrakosten, Abflug- und Ankunftszeiten - sollte man am Tag der Reservierung ausdrucken oder abspeichern - schon einige Tage später kann sich das Angebot verändert haben.
Internetvermittler wie hotel.de oder Opodo.de haften nicht für die Angaben zu den Hotels. Es lohnt sich daher, die eigenen Webseiten der Hotels genau zu studieren. Wer Fragen oder Sonderwünsche hat, wie "Zimmer mit Blick aufs Meer" oder Kinderbett, sollte diese direkt ans Hotel richten - und zwar per E-Mail, um eine schriftliche Antwort zu bekommen. Die Lage des Hotels kann vor der Reservierung mit Internetdiensten wie Google Maps überprüft werden. Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten für Ferienhaus oder Ferienwohnung.
Reklamationen
Kommen Kunden mit Reklamationen bei den Unternehmen nicht weiter, empfiehlt es sich als erstes, Kontakt zu einer auf Reisen spezialisierten Schiedsstelle aufzunehmen. Bei grenzüberschreitenden Konflikten können sich Verbraucher auch an die Juristen der Beratungsstelle Euro-Info-Verbraucher in Kehl wenden. Für innerdeutsche Fragen ist die ebenfalls dort angesiedelte eCommerce-Verbindungsstelle zuständig.
Weitere Informationen im Internet:
www.eu-verbraucher. de, www.euroinfo-kehl.eu/de, www.ecom-stelle.de, www. schlichtungsstelle-mobilitaet.org, www.reiseschiedsstelle.de
AFP
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