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Radweg entlang des Elbsandsteingebirges.
Radweg entlang des Elbsandsteingebirges.(Foto: ADFC, Sylvio Dittrich)

Checkliste für Urlauber: Die besten Tipps für Ihre Radreise

Von Sonja Gurris

Aktivurlaub ist beliebt, vor allem die Zahlen der Radreisenden steigen seit Jahren an. Gerade im Frühjahr und in den Osterferien suchen viele Deutsche Erholung auf dem Rad. Für den perfekten Zweirad-Trip kann man sich schon vor dem Urlaub bestens rüsten.

Der durchschnittliche Urlaub wird heutzutage oft im Internet gebucht, gerne ist es eine bereits organisierte Pauschalreise, bei der man sich nach der Buchung um fast nichts mehr kümmern muss. Wer jedoch eine Radreise im In-oder Ausland macht, muss etwas Zeit für die Vorbereitung investieren, damit der Urlaub auch angenehm wird. Viele Dinge lassen sich vorab planen, aber auch das passende Equipment kann unterwegs hilfreich sein. Mit diesen Tipps sind Sie gut vorbereitet für einen aktiven Urlaub auf dem Fahrrad.

Routenplanung:

Bevor der Radurlaub beginnt, sollte man eine passende Route aussuchen. Sie sollte an die eigenen Ansprüche angepasst werden. Gerade beim Tourenportal des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gibt es viele interessante Radreise-Strecken. Hier finden sich lange und kurze Strecken sowie wichtige Hinweise zur Region. Und der ADFC gibt zusätzlich auch noch Tipps. Denn so viel Sie vorab auch planen und vorbereiten, es können auch Dinge mal anders laufen: "Je länger die Reise ist, desto flexibler sollten Sie planen – vor allem zum Ende der Reise hin. Für die Reise nötige Zug- oder Schiffstransfers sollten Sie fest einplanen, auch Ihre möglichen Etappenziele und Alternativen sollten Sie kennen", raten die Experten vom ADFC.

Wenn Sie nicht von zu Hause losfahren, muss außerdem der Fahrradtransport mit Bahn oder Bus organisiert werden. Wer einen genauen Überblick über die Routen haben will, kann sich auch mit Hilfe der ADFC-Publikation "Deutschland per Rad entdecken" informieren. Natürlich muss die Route nicht unbedingt vorab feststehen - so lange man die Orientierung behält und Unterkünfte noch nicht gebucht sind, ist der Urlauber immer flexibel. Das ist ja gerade das Schöne an einer Radreise.

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Navigation und Routenführung:

Orientierung ist das große Stichwort. Fahrrad- und Navigationsapps helfen dabei, sich unterwegs nicht zu verfahren. Außerdem gibt es Satellitennavigationsgeräte, die man direkt am Fahrrad befestigen kann. Wer es klassisch mag, nimmt eine Karte mit, doch diese ist nicht so leicht zu lesen wie die GPS-Navigation auf dem Smartphone. Alle Formen haben sicherlich ihre Vor-und Nachteile und sind bei Fahrradfahrern beliebt. In den App-Stores der hiesigen Anbieter gibt es jede Menge Apps, die dem Fahrradfahrer auf der Reise helfen können.

Unterkunft:

Bett+Bike sind Spezial-Herbergen für Radfahrer: In Deutschland gibt es 5500 Unterkünfte, in Belgien, Luxemburg und Österreich weitere 500. Diese Betriebe sind sehr gut auf Fahrradfahrer und ihre Bedürfnisse eingestellt. Passend dazu gibt es auch eine App, in der die Übernachtungsplätze aufgelistet sind.

Fahrrad-Check:

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Falls Sie Ihr eigenes Fahrrad mitnehmen, sollten Sie vor der Reise die komplette Ausrüstung überprüfen. Unterwegs sollten Sie immer Flickzeug für kleinere Reparaturen dabei haben. Bremsen, Schaltung und Licht sollten vor Reiseantritt genau geprüft werden. Wenn alles einwandfrei funktioniert, können Sie loslegen. Falls das Rad zu viele Mängel aufweist, lohnt es sich unter Umständen, ein Fahrrad für die Dauer des Urlaubs anzumieten.

E-Bikes:

Seit einigen Jahren hilft der technische Fortschritt auch den Fahrradfahrern, denen am Berg oft die Puste ausgeht. Weniger Anstrengung, aber genauso schnell geht es unterwegs mit dem E-Bike. Damit brauchen Sie keine Angst vor schweren Steigungen haben. E-Bikes kann man sich, genauso wie normale Fahrräder, für einen Urlaub ausleihen.

Kleidung:

Fahrradfahren ist bekanntlich ein Outdoor-Sport. Umso wichtiger ist, sich wetterfest und passend zur Umgebung zu kleiden. Gerade nach einem Regenschauer sollten die Klamotten schnell trocknen können. Deshalb ist es gut, Funktionskleidung nach dem Zwiebelprinzip zu tragen, damit man bei Bedarf schnell die einzelnen Schichten ausziehen kann.

Reise-Apotheke:

Wer Sport macht, läuft immer Gefahr, sich zu verletzen. Falls Sie unterwegs stürzen sollten oder einen Unfall haben, sollten Sie eine kleine Notfall-Verbandsausrüstung dabeihaben. Somit können Sie leichte Blessuren vor Ort versorgen.

Mitfahrer:

Sie haben noch keine Begleitung für Ihre Reise? Klein Problem. Sie können jemanden finden, der mit ihnen radelt - das Internet macht es möglich. Zum Beispiel in der "Mitradelzentrale": Inserenten für Radurlauber geben hier ihre Anzeigen auf - meistens mit einer kurzen Tour- und Personenbeschreibung.

Quelle: n-tv.de

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