Hoffen auf mehr TouristenGuatemala will sicherer werden
Besser als sein Ruf: Im Jahr 2009 hat es in Guatemala nur vergleichsweise wenige Zwischenfälle mit Touristen gegeben. Das Land will die Besucherzahlen in diesem Jahr um rund 13 Prozent steigern und dabei auch die Bemühungen um die Sicherheit der Gäste verstärken.
Guatemala hofft trotz besorgniserregender Kriminalität auf mehr Touristen. Man sei selbst wegen Gewalt und Kriminalität besorgt, sagte der Direktor des guatemaltekischen Tourismus-Institutes, Roberto Robles. Doch habe es im vergangenen Jahr bei 1,7 Millionen Besuchern aus aller Welt in dem Land nur einen einzigen Mordfall an einem Touristen und 62 weitere Zwischenfälle gegeben. Guatemala setze deshalb darauf, die Besucherzahlen in diesem Jahr um rund 13 Prozent zu steigern. Dabei wolle man auch die Bemühungen um die Sicherheit der Besucher verstärken.
Bis Mitte der 1990er Jahre während des Bürgerkrieges sei noch international vor Reisen nach Guatemala gewarnt worden, sagte Robles. "Heute aber gibt es hier keinen Terrorismus mehr." Am Mittwoch hatten lokale Medien vor allem über Reisehinweise der deutschen Regierung berichtet. Ebenso wie die USA und Spanien macht auch das Auswärtige Amt die Bürger auf die sich zunehmend verschlechternde Sicherheitslage in Guatemala aufmerksam und rät zu erhöhter Vorsicht.
Gemeinsam mit Honduras und El Salvador gehört Guatemala zu den Ländern mit der höchsten Mordrate in Amerika. Vor allem die oft mit den Drogenkartellen verbündeten Jugendbanden gefährden die Sicherheit zunehmend.