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So soll das neue Schiff aussehen.
So soll das neue Schiff aussehen.(Foto: Hurtigruten)
Donnerstag, 02. März 2017

Stahlschnitt in Norwegen: Hurtigruten baut Schiff mit Hybridantrieb

Reisen mit den Expeditions- und Postschiffen von Hurtigruten sind bei Norwegen- und Arktisfans sehr beliebt. Nun baut das Unternehmen erstmals ein Schiff, das mit einem Hybridantrieb fahren kann und über die Eisklassse 1A Super verfügt.

Die Schiffe der Hurtigruten haben allesamt Eisklasse und können sich in den polaren Gewässern bestens bewegen. Bald kommt ein neues Flottenmitglied für die Expeditionsreisen hinzu: die "MS Roald Amundsen" - benannt nach einem norwegischen Forschungsreisenden. Das Schiff soll zur Saison 2018/2019 in See stechen und in der Antarktis und den chilenischen Gewässern fahren.

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In der Kleven Werft wurde der Stahlschnitt gefeiert. Der Neuling hat im Vergleich zu den anderen Schiffen der Reederei eine große Innovation: Erstmals wird ein Schiff der Flotte einen Hybridantrieb haben. Zumindest für 30 Minuten ist es dann möglich, das Schiff mit der neuen Technik anzutreiben. In der Zukunft könnte diese Zeitspanne noch größer sein. "Die Hybrid-Motoren werden den Kraftstoffverbrauch erheblich reduzieren und Phasen des komplett emissionsfreien Betriebs erlauben", erklärt Hurtigruten-Chef Daniel Skjeldam.

"Once in a Lifetime"

Das Schiff wird 140 Meter lang und 23,6 Meter breit sein. 530 Gäste finden dann in 265 Kabinen Platz. Neu ist auch, dass es sich ausschließlich um Außenkabinen handelt.

Hurtigruten betreibt in Norwegen elf Postschiffe, die auf der Fahrt von Bergen nach Kirkenes im hohen Norden des Landes an 34 Häfen halten. Neben dieser Route bietet das Unternehmen seit 2007 auch Expeditionen in die Polargebiete an. Hapag Lloyd ist hier ein weiterer Anbieter. Die Branche erlebt derzeit einen großen Boom, so dass immer mehr Schiffe gebaut werden.

Für viele Reisende ist eine solche Reise ein "Once in a Liftetime"-Event. Auf den Expeditionsschiffen reisen die Urlauber nicht nur, sondern erfahren durch Vorträge zudem viel über Tiere und Natur.

Quelle: n-tv.de

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