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Die ITB-Veranstalter wollen von der Messe positive Signale für die Branche senden.
Die ITB-Veranstalter wollen von der Messe positive Signale für die Branche senden.(Foto: dpa)

Betrübte Stimmung statt Urlaubslaune: ITB-Veranstalter hoffen auf Aufwind

Die Terrorangst der Urlauber überschattet im Vorfeld die sonst so glanzvolle Reisemesse ITB. Doch die Veranstalter wollen sich die Laune nicht vermiesen lassen - und möchten den Messebesucher einiges bieten. Dafür wird sogar ein Roboter als Hostess eingesetzt.

Das Reisejahr 2016 hätte wahrlich besser beginnen können. Die Touristikbranche will die zögerliche Kundschaft mit der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in die Reisebüros und an die Buchungsportale locken. Die ITB findet in diesem Jahr zum 50. Mal statt. Vom 9. bis 13. März werden mehr als 10.000 Aussteller in Berlin erwartet. Die Branche geht verhalten in ihren Saisonauftakt, sie spürt nach Angaben von Unternehmen und Verbänden die Verunsicherung der Kunden nach den Terroranschlägen in beliebten Reisegebieten. Urlauber zögern mit den Buchungen für die schönsten Wochen des Jahres - vor allem bei Zielen in der Türkei oder Ägypten.

"Der Buchungseingang ist derzeit nicht ganz so stark wie im vergangenen Jahr", sagt der Präsident des Branchenverbandes DRV, Norbert Fiebig. Ob Veranstalter und Reisebüros nach dem Rekordjahr 2014/2015 ihre Ziele für den Sommer anpassen müssen oder das Buchungsverhalten nur verzögert sei, lasse sich noch nicht abschätzen. Das diesjährige Sommergeschäft läuft noch nicht auf Hochtouren. "Derzeit warten vor allem Familien noch ab", berichtet ein Tui-Sprecher. Ein Teil der Kunden habe die Urlaubsplanung wegen der Unsicherheit vertagt, sagte jüngst der Chef des Reisekonzerns Thomas Cook, Peter Fankhauser.

Mit der ITB zurück zum Positivem

Trotz der angespannten Lage sollen Reisende auf der ITB für neue Destinationen begeistert werden. Und deshalb wollen die Veranstalter auch mit Attraktionen locken. Ein Roboter von Toshiba wird als Hostess im Einsatz sein. Außerdem können Besucher am Stand von Norwegen in Halle 18 eine Reise ins Eis unternehmen. In einem mobilen Iglu erscheinen Polarlichter durch 360-Grad-Rundumprojektionen zum Greifen nah.

Besonders im Blickpunkt steht in diesem Jahr aber ein anderes Land: Als Partnerland sind die Malediven im Indischen Ozean im Fokus der Öffentlichkeit. Der Inselstaat wirbt mit seinen malerischen Zielen für Bade- und Tauchurlauber. Doch auch dieses Ziel ist nicht ganz unproblematisch: Das Auswärtige Amt rät unterdessen in der Hauptstadt Malé wegen der instabilen politischen Lage und der Kriminalität zur Vorsicht.

Die ITB ist an den ersten drei Tage Fachbesuchern vorbehalten, am Wochenende 12./13. März öffnet die Messe für das gesamte Publikum.

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Quelle: n-tv.de

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