Tourismus leidet weltweitKrise hemmt Reisestrom
In diesem Jahr werde die Zahl der Touristen in aller Welt voraussichtlich um zwei bis drei Prozent zurückgehen, teilte die UN-Welttourismusorganisation in Madrid mit.
Die Wirtschaftskrise und die Schweinegrippe halten weltweit Millionen Menschen von Auslandsreisen ab. In diesem Jahr werde die Zahl der Touristen in aller Welt voraussichtlich um zwei bis drei Prozent zurückgehen, teilte die UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) in Madrid mit.
In den ersten zwei Monaten 2009 sei die Zahl der Urlauber um fast acht Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. In fast allen Weltregionen seien die Touristenzahlen rückläufig. Im Nahen Osten habe der Rückgang gar 28,2 Prozent betragen, in Südasien 14,6, in Südeuropa 10,5 und in Nordeuropa 8,6 Prozent.
Einen steigenden Zustrom von Touristen verzeichneten dagegen Afrika sowie Nord- und Mittelamerika mit Zuwachsraten von bis zu fünf Prozent. Die UNWTO wies darauf hin, dass neben der Krise auch die Schweinegrippe Auswirkungen für den Tourismus haben werden. Vor allem Mexiko stehe vor einer "großen Herausforderung". Es sei aber noch zu früh, die Folgen der Krankheit für die Reisebranche zu quantifizieren.