Montag, 27. April 2009
Alle wollen zu Mona Lisa: Louvre droht der Infarkt
Die meisten Besucher kommen in den Louvre, um sich die Mona Lisa anzusehen.
(Foto: picture alliance / dpa)
Dem Pariser Louvre droht der Infarkt: In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Besucher von drei Millionen auf 8,5 Millionen pro Jahr gestiegen. Und 80 Prozent kommen, um sich die "Mona Lisa" anzuschauen. "Das ist weltweit das einzige Museum mit einer solchen Ikone", sagte Louvre-Chef Henri Loyrette der Zeitung "Le Parisien". Das Gemälde werde "nie mehr" ausgeliehen.
Neben Leonardo Da Vincis Meisterwerk ist die 21 Meter hohe Glaspyramide ein Touristenmagnet des Louvre. Dieser zentrale Eingang des Museums, der einen starken Kontrast zum klassizistisch-barocken Museumsgebäude bildet, war bei seiner Einweihung vor 20 Jahren heiß umstritten. Der Empfangsbereich unter der Pyramide werde mit dem Stararchitekten Ming Pei bis 2014 neu durchdacht, sagte Loyrette.
Der Pyramidenbereich war auf 4,5 Millionen Besucher pro Jahr ausgelegt - viel zu klein angesichts des Touristenansturms. In diesem Jahr dürfte der Besuchsrekord von 2008 allerdings nicht wiederholt werden. Wegen der Finanzkrise kämen 20 bis 30 Prozent weniger Amerikaner, sagte Loyrette. Rund 40 Prozent der Besucher sind unter 26 Jahre und zahlen deshalb keinen Eintritt.
Der Louvre zeigt nur Ausstellungsstücke, die vor 1850 entstanden sind. Das Museum kann jährlich für sieben bis acht Millionen Euro neue Stücke erwerben.
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