Dienstag, 12. Mai 2009
Tourismus leidet an der Grippe: Mexiko verliert Milliarden
Die sogenannte Schweinegrippe wird die mexikanische Volkswirtschaft aufgrund zahlreicher Touristen-Stornierungen und ausbleibender Buchungen bis zu vier Milliarden Dollar kosten. Diese Summe nannte der mexikanische Tourismus-Minister Rodolfo Elozondo auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt.
Schon jetzt blieben viele Hotelzimmer an der mexikanischen Karibikküste und in den alten Kolonialstädten leer. Mit einer Verbesserung der Lage sei frühestens im Dezember zu rechnen - vorausgesetzt, die USA würden bis dahin ihre Reisewarnung für Mexiko wieder aufheben.
Der Tourismus ist für Mexiko einer der wichtigsten Devisenbringer neben den Ölexporten und den Geldüberweisungen mexikanischer Auswanderer an ihre Familien in der Heimat. Allein im vergangenen Jahr gaben etwa 23 Millionen Touristen rund 13 Milliarden Dollar in Mexiko aus.
Der neue Grippevirus A/H1N1 hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation seinen Ursprung in Mexiko, wo bislang rund 60 Todesfälle und mehr als 2000 Erkrankungen bestätigt wurden. Mittlerweile ist die Schweinegrippe in dutzenden Ländern rund um den Globus nachgewiesen worden. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit aber relativ glimpflich.
reuters
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