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Am 7. Mai wird das neue Schiff in Hamburg getauft. Aktuell wird es von Japan überführt.
Am 7. Mai wird das neue Schiff in Hamburg getauft. Aktuell wird es von Japan überführt.(Foto: AIDA Cruises)

Japanische Werft gibt das "Go": Neues Schiff "Aidaprima" ist fertig

Leinen los, die Reederei Aida Cruises vermeldet: Die "Aidaprima" ist in der japanischen Werft fertiggestellt worden. Anfang Mai wird sie getauft und besonders die deutschen Reisenden können sich das 300-Meter-Schiff genauer anschauen.

Immer größer, mehr Angebote für mehr Passagiere: Der ungebrochene Kreuzfahrtboom führt dazu, dass die Reedereien immer mehr Schiffe neu bauen lassen müssen, damit die riesige Nachfrage befriedigt werden kann. Die Zahl deutscher Kreuzfahrtpassagiere hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdreifacht. Deshalb sind die Auftragsbücher der Werften voll: Das neuste Flaggschiff von Aida-Cruises, die AidaAprima, ist nun in der japanischen Werft in Nagasaki fertiggestellt und an die Reederei übergeben worden.

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Die bei Mitsubishi Heavy Industries gebaute "Aidaprima" soll ganzjährig von Deutschland aus zu Kreuzfahrten starten. Aus Umweltschutzgesichtspunkten erhielt sie unter anderem einen Spezialmotor, der außer Marinediesel auch Flüssigerdgas verbrennen kann. Damit kann das Schiff während der Hafenliegezeit Strom für seinen Bordbetrieb auf sauberere Weise erzeugen, sofern vor Ort die nötige Infrastruktur vorhanden ist.

Thema Umweltverschmutzung

Angesichts strenger werdender Emissionsvorgaben ist Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) ein großes Thema in der Schifffahrt, speziell die Kreuzfahrtbranche sah sich in den vergangenen Jahren scharfer öffentlicher Kritik an der von ihren Riesenschiffen ausgehenden Umweltverschmutzung ausgesetzt. Aida zufolge sollen die beiden Schiffe der nächsten Generation für 2019 und 2020 bereits ganz mit Flüssigerdgas betrieben werden.

Daneben setzen Reedereien auch auf weitere Neuerungen wie Abgasreinigungssysteme. Die "Aidaprima" ist darüber hinaus mit einer neuartigen Technologie ausgestattet, die den Rumpf unter Wasser permanent mit einem Teppich aus Luftblasen umgibt. Das senkt den Widerstand und soll den Treibstoffverbrauch laut Reederei um sieben Prozent verringern.

"Vor 20 Jahren ist Aida mit dem Konzept der modernen Kreuzfahrt gestartet. Mit unserem neuen Flaggschiff und den drei folgenden Neubauten werden wir dem deutschen Kreuzfahrtmarkt weitere wichtige Wachstumsimpulse geben", freut sich Felix Eichhorn, Präsident von Aida Cruises, über den neusten Zugang der Flotte. Insgesamt betreibt die Reederei mit Sitz in Rostock elf Kreuzfahrschiffe. Bis 2020 sollen 14 Schiffe auf See unterwegs sein.

In den Werften ist einiges los

Das neue Schiff ist für allem für deutsche Passagiere interessant, denn der Kreuzfahrtriese wird öfter als sonst im Hamburger Hafen anliegen. "Wir betreten wiederum Neuland und bieten als erste Reederei ganzjährig Kreuzfahrten ab Deutschland an", so Aida-Präsident Eichhorn. Das neue Schiff misst 300 Meter Länge und 37,6 Meter Breite und bietet insgesamt 18 Decks. Am 7. Mai wird der Flotten-Neuzugang im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstages getauft. Wie jedes große Schiff gibt es auch hier eine Taufpatin, in diesem Fall ist es die bekannte Tochter von Til Schweiger, Emma Schweiger.

Ebenso wie Aida baut auch Mein Schiff an neuen Kreuzfahrtriesen für seine Flotte. 2016 soll die "Mein Schiff 5" getauft werden und in See stechen. Damit bieten beide Reedereien noch mehr Kapazitäten, um die hohen Passagierzahlen zu bewältigen. "Mein Schiff 5" wird rund 1200 Kabinen haben und ist für 2535 Gäste ausgelegt. 

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Quelle: n-tv.de

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