Samstag, 10. Januar 2009
US-Generalkonsulin: Online-Anmeldung akzeptiert
Die vom 12. Januar an verpflichtende Online-Anmeldung für Reisen in die USA stößt bei den Deutschen nach Einschätzung der Frankfurter US-Generalkonsulin Jo Ellen Powell auf breite Akzeptanz. Mehr als 100.000 Menschen hätten sich bereits in den vergangenen Monaten registriert, als das Verfahren noch freiwillig gewesen sei, sagte Powell in einem Gespräch in Frankfurt. Datenschutz-Bedenken seien unbegründet: "Die Informationen, die abgefragt werden, sind nicht sensibler als die bei vielen, vielen anderen Online-Anwendungen auch." Das Generalkonsulat in Frankfurt ist für Hessen, Rheinland- Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland zuständig.
Die meisten USA-Reisenden aus Deutschland müssen sich online bei den US-Behörden anmelden. Das "Electronic System for Travel Authorization" (ESTA) verpflichtet Touristen und Geschäftsreisende aus Ländern, die von der Visumspflicht befreit sind, zur Registrierung über eine Website. Sie soll mittelfristig jene grünen Formulare ersetzen, die Einreisende bereits seit Jahren ausfüllen müssen. "Normalerweise kommt die Antwort innerhalb von einer Minute", sagte Powell.
Website sei sicher
Über den Fragebogen auf der Webseite erfassen die US-Behörden zahlreiche persönliche Daten. Außerdem wollen sie zum Beispiel wissen, ob der Reisende schon einmal vergeblich ein Visum beantragt hat, ob er drogenabhängig ist oder in den USA arbeiten will. Powell betonte, die abgefragten Informationen seien "harmlos". Zudem handele es sich um eine sichere Website, das US-Ministerium für Heimatschutz, das die Anmeldung prüfe, schütze die Daten.
"Wir empfehlen, dass man sich spätestens 72 Stunden vor dem Abflug registriert", sagte Powell. Auch ohne konkrete Reisepläne könne man sich anmelden, denn eine Genehmigung sei zwei Jahre lang gültig. Allerdings muss eine neue beantragt werden, wenn der Reisepass innerhalb dieser Zeit abläuft, sich Name, Staatsbürgerschaft oder Geschlecht ändern oder neue Umstände bedeuten, das eine der ESTA- Fragen mit "Ja" statt zuvor mit "Nein" beantwortet werden muss. Wer online keine Einreisegenehmigung erhält, muss sich in den US- Vertretungen in Berlin, Frankfurt oder München um ein Visum bemühen.
Daniel Kirch, dpa
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