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Die ITB wird bald auch in Shanghai stattfinden.
Die ITB wird bald auch in Shanghai stattfinden.(Foto: imago/STPP)

Augen auf den asiatischen Markt: Reisemesse ITB bald mit Ableger in China

Im Vorfeld der ITB wird viel über die Sicherheit von Urlaubszielen diskutiert. Zugleich aber blicken die Veranstalter in die Zukunft: Die Digitalisierung und die Ausbreitung auf neue Märkte spielen eine wichtige Rolle. Vor allem China ist wichtig.

Die Reisemesse ITB gründet im kommenden Jahr einen Ableger in China. Die ITB China soll erstmals im Mai 2017 und dann jährlich in Shanghai ausgerichtet werden, kündigte die Berliner Messegesellschaft an. Man wolle so dem rasant wachsenden Reisemarkt Chinas eine eigene Plattform bieten. Nachdem sie 2008 erfolgreich die ITB Asia in Singapur aus der Taufe gehoben hat, ist nun ein zweiter Export der Marke geplant. Ab Mai 2017 wird die ITB China in der Metropole Shanghai im jährlichen Turnus stattfinden.

Bis Sonntag zeigen rund 10.000 Aussteller aus 187 Ländern und Regionen Produkte und Trends aus der Branche. "Angesichts von Terroranschlägen in beliebten Reisegebieten und einer spürbaren Verunsicherung beim Verbraucher benötigt die Branche zum Saisonauftakt einen kräftigen Schub", sagte Messe-Geschäftsführer Christian Göke.

In diesem Jahr gibt es eine starke Beteiligung im Bereich Travel Technology aus China. Chinesische Online-Anbieter wie Baidu, der Erstaussteller Tuinu, Marco Polo Travel und der Hotel Consolidator Shenzen Dida Travel sind auf der Messe vertreten. Dies geht einher mit einer großen Nachfrage seitens chinesischer Unternehmen, die sich zunehmend selbstständig als Aussteller in der China-Halle 26 anmelden. So sind China Southern Airlines und einige asiatische Reiseveranstalter erstmals mit eigenen Messeauftritten vor Ort.

Neue Digitalisierungs-Strategien

Die Digitalisierung der Branche ist in diesem Jahr ein riesiges Thema auf der ITB. Diverse Aussteller zeigen, wie man noch einfacher online Reisen buchen kann, welche Apps dem Urlauber helfen und wo er die besten Flugpreise bekommt. Diese Entwicklung betrifft große Reiseveranstalter genauso wie Start Ups.

Letztlich geht es allen darum, im Internet und auf dem Smartphone die größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalwirtschaftsverbands Bitkom haben bereits 66 Prozent der Deutschen Übernachtungen online gebucht, 56 Prozent Flüge und 45 Prozent Mietwagen. Den größten Vorteil daraus ziehen bislang international agierende Konzerne, die ihr Geld mit der Reisevermittlung verdienen und nicht mit der Organisation, geschweige denn mit der Bewirtung eines Gastes. Beispiele dafür sind das Online-Reisebüro Expedia, der Privatwohnungsvermittler Airbnb und Priceline mit dem Hotelbuchungsservice Booking.com.

Quelle: n-tv.de

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