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Mehr Tickets zu niedrigen Preisen - das soll Kunden anlocken.
Mehr Tickets zu niedrigen Preisen - das soll Kunden anlocken.(Foto: imago/Eibner)

Neue Bahn-Schnäppchen: So kommt man an 19-Euro-Tickets

Die Fernbus-Konkurrenz jagt der Bahn immer mehr junge Kunden ab. Jetzt kommen erneut 19-Euro-Tickets auf den Markt, die Kunden an die Bahn binden sollen. Für Reisende soll sich aber noch mehr verbessern.

Vom 11. Februar bis 20. März will die Deutsche Bahn nochmals in großem Umfang Tickets für 19 Euro anbieten. Wie viele Tickets verkauft werden ist aber offen. Wer eine Reise in den kommenden drei Monaten plant, sollte also schnell im Internet checken, ob für den gewünschten Zeitpunkt ein One-Way-Ticket zum Preis von 19 Euro verfügbar ist.

Für die Bahn scheint sich eine solche Preissenkung auszuzahlen: "Im Moment ist es so, dass wir im Durchschnitt im Sparpreissegment die Preise senken mit dem Effekt, dass ich mehr Fahrgäste in die Züge kriege und hoffentlich am Ende mehr Umsatz mache", erläuterte Verkehrsvorstand Berthold Huber seine Strategie. "Wir versuchen einen Platz zu verkaufen, der sonst leer geblieben wäre." Bei der Preisbildung müsse die Bahn "viel flexibler und schneller werden. Da können wir von den Fernbussen lernen."

Mit Spar-Tickets sollen die Züge voller werden.
Mit Spar-Tickets sollen die Züge voller werden.(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Auch bei den Buchungszeiträumen will der Konzern auf die Kunden zugehen. Ebenfalls ab dem ab 11. Februar können Fahrscheine sechs Monate im Voraus gebucht werden. Bislang war das maximal drei Monate vor dem Reisetermin möglich. Die längere Frist hätten sich viele Kunden gewünscht, teilte die Deutsche Bahn mit. Vor allem Familien wollten ihre Sommerurlaubsreise möglichst früh buchen. Das Angebot gilt bis auf Weiteres. Die Bahn versteht es als Testlauf. Eine Buchung länger als drei Monate im Voraus ist aber zunächst nur in den DB Reisezentren, den DB Reisebüros und telefonisch möglich. Falls das neue Angebot gut ankommt, soll die Frist nach Auskunft der Bahn auch beim Ticketkauf im Internet verlängert werden.

Anschlüsse sollen verbessert werden

Die Bahn versucht derzeit, mit einer Qualitätsoffensive auf die wachsende Konkurrenz im Fernverkehr etwa durch Fernbusse zu reagieren. Die Bahn arbeitet auch an einer anderen Front. Den Bahnfahrern sollen sollen Anschlusszüge künftig nicht mehr so oft vor der Nase wegfahren. Im Fernverkehr will die Deutsche Bahn für das Umsteigen länger als bisher auf verspätete Züge warten, sagte Huber. Bis Mitte 2016 werde diese Praxis bei den ersten Anschlüssen verwirklicht.

Um die Verspätungen insgesamt zu verringern, wolle der Konzern zudem seine Fahrpläne "robuster konstruieren" und zeitliche Puffer effektiver einsetzen, sagte Huber. Im vergangenen Jahr war ein Viertel aller Fernzüge unpünktlich.

Quelle: n-tv.de