Panorama

Gute Zeiten für BillighotelsViele Betten bleiben leer

10.03.2009, 13:19 Uhr

Nach einem Absturz bei der Zimmerauslastung zum Jahreswechsel seien vor allem in Tagungs- und Großstadthotels mit internationalen Geschäftsreisenden weitere Einbußen zu erwarten, teilte der Hotelverband Deutschland mit.

In der deutschen Hotellerie bleiben wegen der Wirtschaftskrise mehr Betten und Veranstaltungsräume leer. Nach einem Absturz bei der Zimmerauslastung zum Jahreswechsel seien vor allem in Tagungs- und Großstadthotels mit internationalen Geschäftsreisenden weitere Einbußen zu erwarten, teilte der Hotelverband Deutschland in Berlin mit. Ferienhotels könnten diese Rückgänge wohl nicht ausgleichen.

In diesem Jahr seien angesichts der Krise womöglich bis zu 20.000 Arbeitsplätze bedroht. 2008 hatte die Zahl der Beschäftigten leicht um 0,2 Prozent auf 360.000 zugelegt.

Erhöhte Sparneigung

Als besonders konjunktursensible Branche bekomme die Hotellerie die Sparneigung bei Firmen und Verbrauchern voll zu spüren, teilte der Verband weiter mit. Zu erkennen sei eine Marktverschiebung hin zu günstigeren Hotels. Insgesamt dürfte der durchschnittliche Ertrag pro Zimmer in diesem Jahr um fünf Prozent sinken. Im vergangenen Jahr sei er noch um 2,2 Prozent auf 58 Euro gestiegen.

Im vergangenen Jahr stieg die Übernachtungszahl den Angaben zufolge um 1,7 Prozent auf insgesamt 218,2 Millionen. Die Auslastung ging jedoch von 65,1 auf 64,1 Prozent zurück. Allerdings stiegen die Zimmerpreise um 3,8 Prozent auf durchschnittlich 90 Euro, was zu höheren Erträgen führte.