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Yoga am Strand - das ist bei einem stressigen Berufsleben das richtige Gegenprogramm. Foto: Gero Breloer
Yoga am Strand - das ist bei einem stressigen Berufsleben das richtige Gegenprogramm. Foto: Gero Breloer(Foto: dpa)

Das entspannte "oohhmmm": Yoga-Reisen - von Binz bis Bangalore

Von Sonja Gurris

Meditieren ist überall möglich - an der Ostsee wie in Indien. Yoga ist derzeit so hip, dass auch die Reiseveranstalter von diesem Megatrend profitieren wollen, und die Auswahl ist riesig. Für Yoga-Reisende gibt es aber einiges zu beachten.

Millionen Deutsche betreiben in den Yoga-Zentren dieser Republik Yoga. Und wer einmal so richtig entspannen will, der nimmt im Urlaub an einer Yoga-Reise teil. Ob Deutschland, Indien oder Thailand: Yoga-Begeisterte können in allen Ecken dieser Welt ihre Übungen machen. Claudia Wagner, Geschäftsführerin von FIT Reisen, spürt einen Nachfrage-Boom: "Yoga-Reisen werden immer mehr auch in den Reisebüros nachgefragt, deshalb erweitern wir unser Angebot". Derzeit bietet das Unternehmen unter anderem in Deutschland, aber auch in Thailand, Indonesien und Indien spezielle Yoga-Reisen an.

Dabei unterscheiden die Reiseveranstalter zwischen klassischen Yoga-Reisen, mit zwei Stunden Yoga pro Tag, und Reisen mit ergänzenden Angeboten wie zum Beispiel Fasten oder Detox-Kuren. Die Angebote sind vielfältig, und es gibt scheinbar nichts, was es nicht gibt. Totale Abgeschiedenheit in Andalusien oder eine Yoga- und Erlebnisreise in Indien - beide Zielgruppen werden fündig. "Wir werden zukünftig Rundreisen in Indien anbieten, bei denen Reisende mit indischen Yogolehrern jeden Tag morgens und abends Yoga betreiben werden. Wir verbinden Yoga und Kultur".

Googlen oder Empfehlungen

Die Herangehensweise an Yoga-Reisen sind sehr unterschiedlich: Die einen ergooglen sich einen solchen Urlaub, die anderen setzen voll auf die Erfahrung des Yogalehrers – und auf die Verbindung, die man zum Yoga-Lehrer aufbauen kann. Rebecca Randak bloggt auf "Fuck lucky go happy" über Yoga und lehrt es selbst. Sie hat für Yoga-Reisende einige Tipps: "Ich persönlich würde niemals mit einem Yogalehrer verreisen, den ich nicht kenne. Entweder man kennt die Person schon vorher, zum Beispiel aus Kursen daheim, oder es können auch Empfehlungen von Freunden sein". So sei die Wahrscheinlichkeit, dass man enttäuscht werde, deutlich geringer. Das Problem: Jeder kann sich Yogalehrer nennen, deswegen sollte man auf die Ausbildung achten. Es macht also Sinn, sich nach den Erfahrungen des Yogalehrers zu erkundigen oder vorab Kontakt aufzubauen.

Doch für wen ist eine Yoga-Reise überhaupt sinnvoll? Muss man ein echter Voll-Yogi sein? "Nein", behauptet Claudia Wagner: "Im Prinzip kann man bei einer klassischen Yoga-Reise auch als Anfänger mitmachen, man wird dann vor Ort in die jeweilige Gruppe eingeteilt." Für Bloggerin und Yoga-Lehrerin Rebecca Randak ist dagegen das Gruppengefühl wichtig: "Bei kleineren Gruppen und Leuten, die sich schon länger kennen, entsteht ein echtes Gruppengefühl" - und das sei auch gut für die Stimmung. Beim Yoga geht es eben nicht nur um Bewegungen, sondern auch darum, sich gut zu fühlen. Ob in diversen Hotels an der Ostsee, im Teutoburger Wald oder am Strand der Malediven. Wo Yoga praktiziert wird, ist nicht wichtig - doch für die Reiseveranstalter ist der Megatrend eine große Geschäftsidee.

Quelle: n-tv.de

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