Für Putin-Festspiele in Sotschi

1000 Familien zwangsenteignet

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Mit den Winterspielen in Sotschi erfüllt sich Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin einen Traum. (Foto: picture-alliance/ dpa)
26.10.2009 | 16:52 Uhr
Wegen der Olympischen Winterspiele 2014 verlieren etwa 1000 russische Familien ihr Zuhause, die bislang in der Nähe des Schwarzmeerkurorts Sotschi wohnen.

Etwa 50 Prozent der Betroffenen lebt in Mehrfamilienhäusern, teilte der russische Vizeregierungschef Dmitri Kosak nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die genaue Zahl der Menschen, die bis Ende 2010 enteignet und "umgesiedelt" werden sollen, nannte Kosak nicht. Es geht um mehrere tausend.

Weil fast alle Sportstätten samt Infrastruktur wie Bahnschienen und Straßen neu gebaut werden müssen, sind besonders viele Menschen von der Zwangsenteignung betroffen. Experten rechnen mit Gesamtkosten in Höhe von 24 Milliarden Euro, damit Sotschi und die Umgebung olympiareif werden. Das Internationale Olympische Komitee IOC hatte zuletzt ein schlechtes Zwischenzeugnis ausgestellt. Experten hatten beklagt, dass die Organisatoren mit dem Bau vieler Sportstätten im Verzug sind.

Verwendete Quellen: dpa