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Petkovic und die "vertanen Chancen": frühes Aus bei den US Open.
Petkovic und die "vertanen Chancen": frühes Aus bei den US Open.(Foto: USA Today Sports)
Donnerstag, 31. August 2017

Freud und Leid bei den US Open: Andrea Petkovic "muss da durch"

Die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic will in ihrer Erstrundenpartie bei den US Open die sportliche Wende schaffen. Am Ende ist sie infach nur frustriert. Für Philipp Kohlschreiber, Dustin Brown und Tatjana Maria heißt das Ziel einfach nur: nächste Runde.

Andrea Petkovic verabschiedet sich frustriert von den US Open, Philipp Kohlschreiber darf sich glänzende Aussichten auf die dritte Runde ausrechnen. Der Davis-Cup-Profi löste seine Erstrunden-Pflichtaufgabe am Mittwoch mit dem 6:1, 6:4, 6:4 gegen den amerikanischen Qualifikanten Tim Smyczek souverän.

Zufrieden quittierte der 33-Jährige mit einem Winken ins Publikum seinen Erfolg und geht am Donnerstag als Favorit in seine nächste Aufgabe. "Es ist die Möglichkeit da, weit zu kommen. Der nächste Gegner ist auf jeden Fall machbar", sagte der Routinier. Kohlschreiber trifft entweder auf Santiago Giraldo aus Kolumbien oder den Franzosen Vincent Millot.

"Match der vertanen Chancen"

Die einstige Top-Ten-Spielerin Petkovic interessiert das Tableau im Einzel dagegen nicht mehr. Ihre erröteten Augen sprachen nach dem 4:6, 6:3, 1:6 gegen die Amerikanerin Jennifer Brady Bände. "Es war echt ein Match der vertanen Chancen", sagte die Darmstädterin. "Im ersten Satz habe ich es verloren. Im dritten Satz war es dann wie verhext."

Ihre missratene Grand-Slam-Saison endete in New York mit einer weiteren sportlichen Enttäuschung. Das Aus kam auch für Qualifikant Maximilian Marterer und Kohlschreibers Davis-Cup-Kollege Jan-Lennard Struff. Erfreulicher lief es dagegen für die verheiratete Mutter Tatjana Maria, die mit einem 6:1, 6:1 gegen Ashley Kratzer aus den USA weiterkam, und nun gegen Madison Keys aus den USA überraschen will.

Brown siegt mit Verspätung

Publikumsliebling Dustin Brown siegte gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci 6:4, 6:3, 6:2. Eigentlich sollten alle Erstrunden-Partien am Dienstag abgeschlossen sein, der Regen sorgte in New York aber für Verschiebungen.

Die auf Platz 93 der Weltrangliste abgestürzte Petkovic verlor auf Außenplatz sechs kurz die Coolness und schmiss wutentbrannt ihren Schläger, als zum 1:4 im dritten Satz die Vorentscheidung zu ihren Ungunsten fiel. Nur kurz hatte die 29-Jährige Hoffnung geweckt, als die am Vortag abgebrochene Partie beim Stande von 4:3 im zweiten Satz wieder aufgenommen wurde.

Als eine Vorhand der 22-jährigen Brady weit im Aus landete und Petkovic den zweiten Satz sicherte, feierte sie das mit einem lauten "Come on". Doch dann verpasste es die Deutsche, im entscheidenden Durchgang in Führung zu gehen. Schnell glitt ihr die Partie aus den Händen. Gegen eine schlagbare Kontrahentin fehlte die Konstanz. 

Petkovic: "Da muss ich durch"

Wie Angelique Kerber war auch Petkovic, in Washington zuletzt im Halbfinale, mal in der Rolle der deutschen Nummer eins. Größere Erfolgserlebnisse stellen sich aber seit längerem nicht mehr ein. Anders als die ehemalige Weltranglisten-Erste Kerber hat sie in dieser Saison nun sogar drei Erstrunden-Niederlagen bei den vier Grand-Slam-Turnieren zu verkraften.

Auch bei den French Open und in Wimbledon war zum Auftakt Schluss. Erstmals im August 2011 und dann wieder im Mai 2015 hatte Petkovic zu den besten Zehn der Welt gehört, nun zählt sie nicht einmal mehr sicher zu den besten 100.  "Es sind jetzt ein paar Jahre, wo es nicht läuft für mich. Da muss ich durch", sagte Petkovic.

Quelle: n-tv.de

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