Montag, 21. Mai 2007
Sicherheit beim CL-Finale: Athen wappnet sich
7500 Polizisten und etwa die gleiche Zahl weiterer Sicherheitskräfte haben zwei Tage vor dem Champions-League-Finale zwischen dem AC Mailand und dem englischen Fußball-Rekordmeister FC Liverpool (Mittwoch, 20.45 Uhr/live bei Premiere) in Athen Stellung bezogen. "Nicht nur die 7500 Polizisten werden in der Stadt patrouillieren. Jeder Beamte der Stadt wird bis Mittwochnacht in voller Bereitschaft sein", erklärte ein Polizeisprecher am Montag.
Die Behörden der griechischen Hauptstadt erwarten rund 35.000 Fans aus beiden Lagern mit Eintrittskarten, aber auch etwa 15.000 Anhänger ohne Tickets. Um höchstmögliche Sicherheit zu garantieren, haben die Stadt-Verantwortlichen nochmals das Konzept der Olympischen Spiele 2004 bemüht. "Wir haben das Gefühl, dass wir uns als Gesellschaft und als Polizei wieder als würdige Gastgeber erweisen müssen", erklärte der Minister für öffentliche Ordnung, Byron Polidoras.
Auch die Maßnahmen bei der WM im vergangenen Jahr in Deutschland flossen in die Vorbereitungen ein. So haben die Athener Behörden eng mit Beamten aus England und Italien zusammengearbeitet, um polizeibekannte Hooligans frühzeitig an einer Einreise nach Griechenland zu verhindern.
Zu den Maßnahmen gehören auch Luftüberwachungen durch Hubschrauber, der Einsatz von Videokameras im ganzen Stadtgebiet und stark limitierter Autoverkehr im Bereich des Olympiastadions. Am internationalen Flughafen von Athen sollen italienische und englische Fans am Spieltag erst gar nicht in Kontakt kommen. Mit farbigen Armbändern werden die Fans direkt bei der Ankunft kenntlich gemacht. Zum Stadion geht es für die Anhänger der Reds in Bussen, die Milan-Fans müssen hingegen Vorortzüge nehmen.
Sorgen bereitet dem Minister für öffentliche Ordnung allerdings die Polizeigewerkschaft, die zurzeit um höhere Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen kämpft. Die Gewerkschaft will zwar von einem Streik absehen, aber am Mittwoch drei Stunden vor dem Anpfiff in Athen einen Demonstrationszug machen. Polidoras: "Diese Maßnahmen der Gewerkschaft am Spieltag sind falsch. Sie dürfen nicht stattfinden."
Beim legendären Finale zwischen Milan und Liverpool 2005 in Istanbul gab es keine Ausschreitungen.
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