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Henrikh Mkhitaryan und der BVB wollen in der Europa League gegen Porto den Nachweis erbringen, dass sie auf allerhöchstem Niveau bestehen können.
Henrikh Mkhitaryan und der BVB wollen in der Europa League gegen Porto den Nachweis erbringen, dass sie auf allerhöchstem Niveau bestehen können.(Foto: imago/Revierfoto)

"Auf allerhöchstem Niveau geprüft": BVB sucht Trittfestigkeit in Europa

Der BVB stolpert bisher durch die Fußball- Europaliga. Den richtigen Rhythmus hat die Elf von Trainer Tuchel noch nicht gefunden. Dass dies gelingt, davon ist eine Klublegende überzeugt - die erste Herausforderung in der K.o.-Runde hat es allerdings in sich.

Für Borussia Dortmund beginnt die Zeit der Reifeprüfungen. Binnen zwei Wochen stehen zwei Duelle in der Europaliga mit dem FC Porto sowie die Bundesligaspitzenspiele in Leverkusen und gegen den FC Bayern an. Nach dem guten Start in die Rückrunde wähnt sich der Klub gerüstet. "Wir werden auf allerhöchstem Niveau geprüft und fühlen uns dazu bereit", sagte Trainer Thomas Tuchel. Gleich zum Start heute (ab 19 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) gegen Porto will der BVB ein Zeichen setzen und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel der Zwischenrunde eine Woche später in Portugal verschaffen.

Dortmund – Porto, 19 Uhr

Borussia Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer -  Ginter - Gündogan (Weigl), Castro - Mchitarjan, Reus - Aubameyang. - Trainer: Tuchel
FC Porto: Casillas - Layun, Marcano, Martins Indi, Jose Angel -  Herrera, Neves - Corona, Andre, Brahimi - Aboubakar. - Trainer: Peseiro
Schiedsrichter: Luca Banti (Italien)

Allerdings machen die jüngsten Auftritte in diesem Wettbewerb wenig Mut. Niederlagen in Krasnodar (0:1) und gegen Saloniki (0:1) brachten Dortmund um den Gruppensieg. Diese Schlappen veranlassten Tuchel zu einer besonderen Ansprache: "Ich erwarte, dass wir uns noch mehr auf die Europa League einlassen als wir es bisher getan haben." Schließlich wird sein Team von vielen Experten hoch gehandelt. So traut der frühere Meistertrainer Ottmar Hitzfeld der Borussia gar den Titel zu: "Für den BVB muss es dieses Jahr das Ziel sein, diesen Pokal zu gewinnen. Aus meiner Sicht ist der BVB der Favorit", sagte er dem Redaktions-Netzwerk Deutschland. Will die Tuchel-Elf diesen Status untermauern, muss sie sich besser schlagen als gegen Krasnodar, Saloniki und zuletzt beim 1:0 in der Liga über Schlusslicht Hannover 96.

"Bibo" kehrt zurück

Schließlich kommt es nun zum Kräftemessen zweier europäischer Schwergewichte. Dortmund belegt in der Uefa-Klubrangliste Rang zehn, der aus der Champions League ausgeschiedene FC Porto ist immerhin Dreizehnter. Nicht zuletzt deshalb verspürt Ilkay Gündogan mehr Nervenkitzel als vor den bisherigen zehn Partien gegen eher unspektakuläre Gegner: "Ich freue mich, wenn die Europa League für uns 'so richtig' losgeht gegen ein gefühltes Champions-League-Team", sagte der Nationalspieler. Ähnlich sieht es Marco Reus: "Porto hat eine ganz andere Qualität. Ich bin mir sicher, wir werden da ganz anders auftreten."

Zur Erleichterung der Dortmunder meldete sich "Torgarant" Pierre-Emerick Aubameyang, der im Spiel gegen Hannover als verletzter Tribünengast nur wegen seines schrillen Outfits für Gesprächsstoff gesorgt hatte, fit zurück. Dagegen droht der Ausfall von Roman Weidenfeller. Der bisher in neun Europa-League-Spielen eingesetzte Schlussmann leidet an einer schweren Erkältung und dürfte deshalb durch die etatmäßige Nummer 1 Roman Bürki ersetzt werden. Beim Gegner um Torwart-Legende Iker Casillas fehlen die gesperrten Maxi Pereira und Danilo.

Das tangiert die Strategie des Tabellendritten aus Portugal aber nur bedingt. "Wir spielen in Dortmund auf Sieg, wie wir das immer tun", sagte Jorge Nuno Pinto da Costa. Gleichwohl machte der Klubpräsident aus seinem Respekt vor dem Gegner keinen Hehl: "Wir wissen, dass es ein sehr schweres Spiel werden wird, womöglich das schwerste der Saison. Alle wissen, dass die Borussia das zweitstärkste Team Deutschlands ist." Die mit Bravour bestandene Generalprobe werteten Trainer José Peseiro und seine Profis als Mutmacher. Mit einem 2:1 am vorigen Wochenende beim Zweiten Benfica Lissabon wahrte der zweimalige Königsklassen-Sieger (1987/2004) seine Minimalchance auf den 28. nationalen Meistertitel.

Quelle: n-tv.de

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