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Zweitbeste Zeit der Geschichte: Kenenisa Bekele 2016 in Berlin.
Zweitbeste Zeit der Geschichte: Kenenisa Bekele 2016 in Berlin.(Foto: imago/Camera 4)

Ohne Kipchoge in London: Bekele greift Marathon-Weltrekord an

Der Äthiopier Kenenisa Bekele würde ganz gerne in London den Marathon schneller laufen als alle anderen. Gar eine Zeit unter zwei Stunden nimmt sich Kenias Olympiasieger Eliud Kipchoge vor - Anfang Mai und quasi unter Laborbedingungen in Monza.

Die Freunde des Marathons erwarten mit Spannung den Angriff von Kenias Olympiasieger Eliud Kipchoge auf die Zwei-Stunden-Marke beim Projekt "Breaking2" im Mai in Monza, zuvor geht aber Äthiopiens Laufheld Kenenisa Bekele an diesem Sonntag beim London-Marathon in altmodischer Manier auf Weltrekordjagd. An der 2014 von Dennis Kimetto in Berlin erzielten Bestzeit von 2:02:57 Stunden hatten Bekele und Kipchoge schon im Vorjahr eifrig gekratzt. "London ist der größte Marathon der Welt, er hat jedes Jahr das beste Feld, und ich will ihn unbedingt gewinnen", sagte Bekele, der auf der Bahn die Weltrekorde über 5000 und 10.000 Meter hält. "Nachdem ich im vergangenen Jahr Dritter war, weiß ich nun, was ich zu tun habe, um zu gewinnen."

Bekele war 2016 als Sieger in Berlin 2:03:03 Stunden gelaufen, die zweitbeste Zeit der Geschichte und nur sechs Sekunden langsamer als der Kenianer Kimetto bei seinem Weltrekord an gleicher Stelle. Beim schnellsten London-Marathon der Geschichte war der 34-Jährige ein halbes Jahr zuvor Dritter (2:06:36) geworden. Sieger Kipchoge (2:03:05) und Stanley Biwott (2:03:51) hatten damals lange auf Weltrekord-Kurs gelegen, kurz vor der Halbzeit waren sie fast eine Minute unter der Kimetto-Zwischenzeit. Auch wenn es letztlich nicht ganz reichte, bewies Kipchoge doch, dass der anspruchsvolle Kurs durch die britische Metropole weltrekordtauglich ist.

Kipchoge fehlt diesmal - am ersten Mai-Wochenende soll er oder einer seiner beiden Wettstreiter Lelisa Desisa aus Äthiopien und Zersenay Tadese aus Eritrea auf der Formel-1-Strecke von Monza das vom US-Sportatikelriesen Nike generalstabsmäßig geplante Marathon-Projekt unter idealen Bedingungen mit dem ersten 42,195-Kilometer-Rennen unter zwei Stunden abschließen. Doch auch ohne den Olympiasieger hat Bekele in London starke Konkurrenz, darunter seine Landsleute Tasfaye Abere, der 2016 in Dubai und in Hamburg siegte, und Feyisa Lelisa, Olympiazweiter 2016,, den Kenianer Abel Kirui, Weltmeister 2009 und 2011, sowie den amtierenden Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea. Bei den Frauen bekommt es die dreimalige New-York-Sieger Mary Keitany aus Kenia unter anderem mit Äthiopiens Weltmeisterin Mare Dibaba zu tun. Deutsche Spitzenläufer oder -Läuferinnen sind nicht am Start.

Quelle: n-tv.de

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