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Jamaikas Sprintstar Usain Bolt (r) freut sich gemeinsammit Yohan Blake über den Sieg.
Jamaikas Sprintstar Usain Bolt (r) freut sich gemeinsammit Yohan Blake über den Sieg.(Foto: REUTERS)

Sprintshow in Lausanne : Blake und Bolt bieten Highlights

Von wegen satt und müde: Jamaikas Sprintstars Usain Bolt und Yohan Blake sind auch nach ihren großen Erfolgen bei den Olympischen Spielen nicht zu schlagen. Kronprinz Blake stiehlt dem Superstar mit seinem persönlichen Rekord über 100 Meter sogar ein wenig die Show beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Lausanne.

Der dreifache Goldmedaillen-Gewinner Bolt siegte bei seinem ersten Auftritt nach den Spielen von London beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten über 200 Meter. Der 26-Jährige gewann mit dem Meetingrekord von 19,58 Sekunden vor Europameister Churandy Martina aus den Niederlanden (19,85).

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Sein Freund und Staffel-Kollege Blake lief über 100 Meter mit 9,69 Sekunden ebenfalls Meetingrekord und verbesserte seine Bestzeit um sechs Hundertstelsekunden. Der Weltmeister und Olympia-Zweite siegte vor Tyson Gay (9,83) und ist nun nach Weltrekordhalter Bolt (9,58) und dem Amerikaner Gay (9,69) erst der dritte Sprinter der Sportgeschichte, der die Marke von 9,70 Sekunden unterboten hat. Erster Gratulant war ausgerechnet Bolt, der den 22-Jährigen von der Aufwärmzone aus angefeuert hatte. Gegeneinander laufen werden beide in diesem Jahr aber nicht mehr.

Mit ihren Siegen stellten die beiden Jamaikaner erneut alle anderen 51 Medaillen-Gewinner von London in den Schatten, die vor den 17.000 Zuschauern an den Start gegangen waren. Dabei war auch das 100-Meter-Rennen der Frauen nichts anderes als eine hochdramatische Olympia-Revanche. Weltmeisterin Carmelita Jeter aus den USA fing auf den letzten Zentimetern noch die London-Siegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce ab und bekam nach der Auswertung der Zielfotos den Sieg vor ihrer zeitgleichen Rivalin aus Jamaika (beide 10,86) zugesprochen. Bitterer als für Fraser-Pryce verlief dieser Abend ansonsten nur für Aries Merritt (USA): Der Olympiasieger wurde nach einem Fehlstart über 110 Meter Hürden disqualifiziert.

Ernüchternde Bilanz für Deutschland

Auch aus deutscher Sicht war das Meeting im ausverkaufen Olympia-Stadion auf der Pontaise eher eine Enttäuschung. Die beiden in London und auch bei der EM in Helsinki so starken Stabhochspringer Björn Otto und Raphael Holzdeppe scheiterten frühzeitig an der Höhe von 5,70 Metern und kamen damit nicht einmal unter die besten Zehn. Olympiasieger Renaud Lavillenie aus Frankreich war erneut nicht zu schlagen, bester Deutscher war diesmal Malte Mohr (5,80).

Beim Speerwurf verpassten sowohl die Olympia-Zweite Christina Obergföll als auch die Olympia-Dritte Linda Stahl das Podest. Weit abgeschlagen hinter London-Siegerin Barbora Spotakova aus Tschechien (67,19 Meter) und Weltmeisterin Maria Abakumowa aus Russland (65,80) belegte Obergföll einen Tag nach ihrem 31. Geburtstag den vierten (63,28) und Ex-Europameisterin Stahl (62,73) den sechsten Platz. Spotakova steht damit vorzeitig als Disziplinsiegerin in der Diamond League und Nachfolgerin von Obergföll fest

Quelle: n-tv.de

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