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Mode kann man kaufen, Stil muss man haben: Cam Newton.
Mode kann man kaufen, Stil muss man haben: Cam Newton.

Super-Bowl-Sieg? Nur die Panthers!: Cam Newton - großartiger Großkotz

Wer den 50. Super Bowl gewinnt? Nur die Panthers! So jedenfalls sieht das Carolinas Quarterback Cam Newton. Der 26-Jährige ist der Ausnahmespieler der NFL, sein Ego so groß wie seine sportlichen Qualitäten. Daran ändert selbst eine Zebrahose nichts.

An Selbstbewusstsein mangelt es Cam Newton nicht. "Wenn sie ihr bestes Spiel machen und wir unser bestes Spiel, gewinnen auf jeden Fall wir", sagte der Quarterback der Carolina Panthers vor dem 50. Super Bowl. Was arrogant klingt, ist typisch für den 26-Jährigen: Newton weiß um seine Ausnahmequalität und ein Blatt hat der Spielmacher noch nie vor den Mund genommen. In der Nacht zum Montag (0.30 Uhr/Sat1) trifft Newton, der wie kaum ein anderer für die neue Spielweise in der NFL steht, auf Altstar Peyton Manning und die Denver Broncos. Dass Newton vor dem Saisonhöhepunkt zum besten Spieler der Saison gewählt wird, daran zweifelt auch der Gegner nicht.

"Ich habe keinerlei Zweifel, dass er Samstag zum MVP gewählt wird. Er ist großartig. Er wird wahrscheinlich das Gesicht der NFL für die nächsten acht bis zehn Jahre sein", lobt Manning sein Gegenüber. Newton nimmt das Kompliment gewohnt locker: "Wenn der Sheriff etwas sagt, kannst du es wahrscheinlich direkt in goldenen Lettern für die Ewigkeit festhalten."

Verlieren? Haben sie verlernt

Newton hält die Liga in Atem, nicht nur mit seiner sportlichen Leistung. 35 Touchdown-Pässe warf der 1,96-Meter-Hüne in dieser Spielzeit, weitere zehn erlief er selbst. Immer wieder verlässt Newton den schützenden Ring seiner Verteidigung und trägt das Ei selbst über das Spielfeld. Manchmal sogar so spektakulär, dass es selbst Liga-Legenden die Sprache verschlägt - etwa wenn er Ball per Salto über den Gegner in die Endzone befördert. 14 Siege in Folge fuhren die Panthers ein, im Super Bowl stehen sie mit einer Bilanz von 17:1.

Für Diskussionen sorgt Newton regelmäßig. Mit seinen Tanzeinlagen nach Touchdowns erntete er im prüden Amerika viel Kritik. Doch das Ausnahmetalent lässt sich nicht verbiegen. "Ich bin ein afroamerikanischer Quarterback. Das macht den Leuten Angst, weil sie nichts haben, mit dem sie mich vergleichen können", sagte Newton und löste damit prompt eine Rassismusdebatte aus. Gegenwind ficht den Absolventen der Auburn University nicht an - auch sein Kleidungsstil wird oft kontrovers diskutiert. Die Reise nach San Francisco trat Newton in einer Versace-Hose mit Zebramuster an, prompt liefen die Social-Media-Kanäle heiß. Auch an seiner familiären Situation reiben sich viele. Am 24. Dezember 2015 wurde Newton erstmals Vater - ohne Trauschein. Zudem wählten Newton und Langzeitfreundin Kia Proctor "Chosen" als Namen für ihren Erstgeborenen - endlose Erklärungen und Diskussionen waren programmiert.

Die zweite Chance sitzt

Der in Savannah geborene Newton stammt aus einer Football-Familie. Der Vater Cecil Newton Sr. stand in seiner aktiven Zeit kurz vor dem Sprung in die NFL, der ältere Bruder schaffte es zumindest in den Kader. Und der jüngste Sproß Caylin macht sich in der Highschool gerade einen Namen als Spielmacher. Das besondere Talent des mittleren Bruders zeigte sich früh, nach der Schule erhielt Cam Newton gleich mehrere Angebote für Stipendien renommierter Universitäten. Newton entschied sich für Florida, machte dann aber einen Fehler. Der Soziologie-Student erwarb einen gestohlenen Laptop von einem Kommilitonen und wurde erwischt.

An der Auburn University von Alabama erhielt der Spielmacher eine zweite Chance und sicherte sich 2010 als bester Collegespieler die Heisman Trophy. Bei der Draftlotterie der NFL griffen die Panthers direkt mit ihrem Erstrundenpick zu - Newton erhielt zunächst einen Vierjahresvertrag. In seiner Rookie-Saison brach Newton einen Rekord nach dem anderen, 2013 führte er die Panthers erstmals in seiner Laufbahn in die Playoffs. Nun ist die Zeit reif für den ganz großen Wurf.

Quelle: n-tv.de

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