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Alle 23 Frauen können ohne Sorge nach Kanada reisen.
Alle 23 Frauen können ohne Sorge nach Kanada reisen.(Foto: picture alliance / dpa)

Ärztlich attestierte Weiblichkeit: DFB-Frauen müssen zum Geschlechtstest

Die Fifa ordnet vor der Frauenfußball-WM in Kanada einen Geschlechtstest für alle Teilnehmerinnen an. Nur "nachgewiesene" Frauen dürfen demnach im Juni an den Start gehen. Die deutschen Spielerinnen nehmen es gelassen zur Kenntnis.

Vor dem Abflug nach Kanada zur Frauen-Fußball WM müssen sich die Spielerinnen von Bundestrainerin Silvia Neid auf Anweisung des Weltverbandes Fifa offiziell eine Bestätigung darüber holen, dass sie Frauen sind.

Doris Fitschen bestätigt in der "Bild-Zeitung: "Es ist richtig, diese Vorgabe gibt es. Die Fifa wird ihre Gründe dafür haben. Wir haben das gelassen zur Kenntnis genommen und sind froh bestätigen zu können: Unsere Spielerinnen sind alle weiblichen Geschlechts." Eine Erklärung von Mannschaftsarzt Bernd Lasarzewski für alle 23 Spielerinnen hätte laut Fifa-Vorgaben gereicht. Doch der DFB wollte anscheinend auf Nummer sicher gehen und ließ sich lieber von jeder Fußballerin eine Bestätigung ihres privaten Frauenarztes ausstellen.

Bei den Frauen sei die Anordnung mit Humor aufgenommen worden. Nationalspielerin Lena Goeßling sagte: "Wir haben uns alle sehr über den Test amüsiert und das Ganze nicht so ernst genommen." Zum Anlass für den Geschlechts-Test nahm die Fifa einen Fall vor der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011. Drei afrikanische Spielerinnen aus Äquatorialguinea standen damals unter Verdacht, Männer beziehungsweise Intersexuelle zu sein.

Auch im Fall der Weltklasse-Leichtathletin Caster Semenya ist die Diskussion über einen Geschlechtstest aufgekommen. Gegen die Südafrikanerin wurden immer wieder Vorwürfe erhoben, sie sei gar keine Frau. Der IOC reagierte und beschloß: Intersexuelle Athletinnen dürfen nur dann bei den Frauen starten, wenn nachgewiesen werden kann, dass sie weniger männliche Sexualhormone haben als ein Mann.

Quelle: n-tv.de

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