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Das Spiel war noch nicht ganz zu Ende, als Ernst aufs Spielfeld lief.
Das Spiel war noch nicht ganz zu Ende, als Ernst aufs Spielfeld lief.(Foto: imago/Camera 4)

Norweger ziehen Protest zurück: DHB-Team offiziell im EM-Finale

Zunächst scheint die Finalteilnahme der deutschen Nationalmannschaft nach dem Sieg über Norwegen noch zu wackeln. Aber dann erweisen sich die Norweger doch als faire Verlierer. Nun geht es am Sonntag gegen Spanien um den EM-Titel.

Aufatmen bei den deutschen Handballern: Norwegen hat nach nur rund zwölf Stunden den Protest gegen den 34:33 (27:27, 14:13)-Halbfinalsieg des DHB-Teams nach Verlängerung wieder zurückgezogen. Damit steht dem großen Finale um EM-Gold an diesem Sonntag in Krakau gegen Spanien nichts mehr im Wege.

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"Ich bin froh, dass der Unsinn ein Ende hat. Jetzt freuen wir uns einfach nur noch auf das Finale gegen Spanien. Deutschland wird am Sonntag wieder Handball-Leidenschaft erleben", sagte Bob Hanning, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Handballbund (DHB). Norwegen hatte seinen Protest damit begründet, dass nach dem Treffer von Kai Häfner wenige Sekunden vor der Schlusssirene zum 34:33 zu viele Spieler - darunter zwei Torhüter - auf dem Parkett gewesen sind. Dieser Wechselfehler hätte mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet werden müssen.

"Norwegen wäre somit im Rest des Spiels mit 7:5 in Überzahl gewesen. Die Restzeit war aber nur noch fünf Sekunden. Mit anderen Worten, es war eine sehr kurze Zeit, aber ausreichend, um auszugleichen", schrieb der Verband in seiner Erklärung. Und weiter: "Trotz der guten Dokumentation hat Norwegen im Sinne des Fairplay beschlossen, seinen Protest zurückzuziehen." Heidi Tjugum vom norwegischen Handballverband sagte: "Das Spiel soll auf dem Feld und nicht in einem Hinterzimmer am grünen Tisch entschieden werden." In einem Schreiben forderten die Norweger vom Europäischen Handball-Verband (EHF) die Regeln so anzupassen, dass ähnliche Situationen nicht mehr vorkommen.

Sigurdsson verspricht gelösteren Auftritt

Hanning hatte bereits am Vorabend dem norwegischen Einspruch keine Erfolgsaussichten eingeräumt. "Wir sehen dem Protest gelassen entgegen und freuen uns auf das Finale", hatte der Delegationsleiter erklärt. Am Sonntag (17.30 Uhr) kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen Deutschland gegen Spanien. In der Vorrunde hatte die DHB-Auswahl in Breslau mit 29:32 verloren.

Nach dem verkrampften Auftritt seines Teams im Halbfinale versprach Bundestrainer Dagur Sigurdsson, dass seine Mannschaft im Endspiel wieder gelöster und so unbekümmert wie in den Gruppenspielen agieren wird. "Das kann ich versprechen, dass wird weg sein. Ich kenne die einfach gut genug. Und wir werden besseren Handball spielen am Sonntag", betonte der Isländer.

Quelle: n-tv.de

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