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Sport
Alfons Hörmann: "Wo war unser Vertreter in diesem Verband, der zwei Jahrzehnte neben dem Präsidenten sitzt?"
Alfons Hörmann: "Wo war unser Vertreter in diesem Verband, der zwei Jahrzehnte neben dem Präsidenten sitzt?"(Foto: dpa)

"Schlimmer als in der Fifa": DOSB kritisiert Digel und IAAF-Boss Coe

Auch der DOSB-Chef stimmt in den Tenor ein und wirft dem Leichtathletik-Weltverband Komplettversagen im Anti-Doping-Kampf vor. Im Fadenkreuz der Anschuldigungen stehen besonders die damaligen Council-Mitglieder. Derweil mistet Russland aus.

DOSB-Chef Alfons Hörmann hat sich entsetzt über die skandalösen Machenschaften im Leichtathletik-Weltverband geäußert und dabei auch den ehemaligen deutschen Spitzenfunktionär Helmut Digel aufs Korn genommen. "Es ist schlichtweg schockierend, unverständlich und in jeder Hinsicht inakzeptabel, was im Bereich der Leichtathletik nun Tag für Tag an neuen Nachrichten kommt", sagte der 55-Jährige im ZDF-"Sportstudio".

Der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack habe seine kriminelle "Schattenregierung" nur etablieren können, "wenn andere dieses Spiel mitmachen", betonte Hörmann und kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Rolle der langjährigen Councilmitglieder Sebastian Coe und Digel. "Wo war unser Vertreter in diesem Verband, der zwei Jahrzehnte neben dem Präsidenten - in diesem Fall muss man ja sagen: dem Verbrecher - sitzt?", fragte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Vor wenigen Wochen habe er noch gedacht: "Schlimmer als in der Fifa geht's nimmer. Aber die Leichtathletik bekommt's hin."

Generalüberholung in Russland

Nach den erneut massiven Korruptionsvorwürfen im jüngsten Wada-Bericht geht IAAF-Präsident Coe in die Offensive und lässt alle Konten durchleuchten. Dabei will man Aufschluss über möglicherweise suspekte Sponsoring- oder Marketingverträge erhalten, sagte der Brite dem Internet-Sportportal "inside the games". Die Konten werden bereits von der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Deloitte und der Frankfurter Wirtschaftskanzlei Freshfields untersucht, heißt es in dem Bericht. "Die Untersuchung, die ich innerhalb der Organisation gerade durchführe, begutachtet alle unsere Sponsoring- und Marketinggeschäfte", berichtete Lord Coe.

Ein früherer Rugby-Trainer des Militärs soll derweil die russische Leichtathletik aus ihrer schwersten Krise führen. Gut ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro setzt Moskau auf den angesehenen Sportfunktionär Dmitri Schljachtin, um das vom Dopingskandal ruinierte Image wieder aufzubauen. Der Leichtathletikverband (WFLA) wählte den bisherigen Sportminister des Wolga-Gebietes Samara am Samstag in Moskau zum neuen Präsidenten.

Reicht das für Rio?

Wegen gravierender Dopingverstöße und eines gigantischen Betrugssystems war Russland am 13. November vom IAAF-Council suspendiert worden. Inzwischen sind Reformen eingeleitet. "Die IAAF erwartet von uns radikale Entscheidungen, und die müssen wir heute treffen und nicht morgen", sagte der 49 Jahre alte Schljachtin der Fachzeitung "Sport-Express". Reicht das für Rio? Ende März erwartet Moskau mit Spannung die Entscheidung des Weltverbandes.

Quelle: n-tv.de

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