Freitag Zweiter, Freund in Gelb

DSV-Adler setzen Flugshow fort

09.12.2012 | 17:12 Uhr
Der Höhenflug der deutschen Skispringer erreicht in Sotschi seinen vorläufigen Höhepunkt und nimmt langsam unheimliche Züge an. Beim Weltcup auf der Olympiaschanze springen gleich drei DSV-Adler in die Top 3, auch das Gelbe Trikot bleibt in deutscher Hand.
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Richard Freitag kehrte nach neun Monaten wieder aufs Weltcup-Treppchen zurück. (Foto: AP)

Richard Freitag und Andreas Wellinger auf dem Podest, Severin Freund im Gelben Trikot, unglaubliche fünf DSV-Adler in den Top 10: Die deutschen Skispringer haben ihre tollkühne Flugshow auf der kleinen Olympiaschanze im russischen Sotschi fortgesetzt. Während Freitag nur dem Österreicher Andreas Kofler den Vortritt lassen musste und nach neun Monaten wieder auf dem Treppchen stand, reichte Freund ein fünfter Platz, um die Führung im Gesamtweltcup zu behaupten.

Fast noch eindrucksvoller war die deutsche Team-Leistung: Hinter dem erst 17 Jahre alten Senkrechtstarter Wellinger, der bei seinem fünften Weltcup-Start als Dritter erstmals auf das Podest sprang, überraschte Karl Geiger als Sechster. Andreas Wank landete auf einem ebenfalls starken zehnten Platz. Dem schwach in die Saison gestarteten Freitag fehlten zum zweiten Sieg seiner Karriere allerdings deutliche 9,6 Punkte auf den überragenden Kofler, der seinen ersten Saisonsieg feierte.

"Richie wird immer lockerer. Für ihn geht es darum, weiter auf dieser Welle zu reiten", hatte Bundestrainer Werner Schuster schon nach Freitags sechstem Rang am Samstag gesagt. Zuletzt hatte der 21-Jährige im März in Trondheim auf dem Treppchen gestanden. Zwei Deutsche auf dem Podest hatte es zuletzt im Dezember 2011 gegeben, als das "fliegende Doppelzimmer" Freitag und Freund in Harrachov die Ränge eins und drei belegte. Diesmal war das Gesamtergebnis aber noch eindrucksvoller: Wie schon am Vortag schafften es alle sieben deutschen Starter in den zweiten Durchgang und holten Punkte. Michael Neumayer wurde 22., Danny Queck holte den 26. Platz.

Schlierenzauer hat Respekt

Freund zeigte in beiden Durchgängen Schwächen bei der Landung, nach dem ersten Durchgang lag er sogar nur auf Rang zehn. Seinen Vorsprung im Gesamtweltcup auf Gregor Schlierenzauer baute der Bayer dennoch auf 52 Punkte aus, da der Österreicher nur auf Rang 25 kam. "Das war eine gescheite Watsch'n", sagte der 22-Jährige, der am Samstag noch seinen 42. Weltcup-Sieg gefeiert hatte.

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Den Höhenflug der deutschen Konkurrenz bewertete der Tournee-Gewinner als positiv: "Man merkt, dass sie sehr stark sind. Das sind keine Maschinen, sondern Menschen. Ein toller Konkurrenzkampf ist gut für unseren Sport."

Verwendete Quellen: ntv.de, sid