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Nur Herrmann mildert den Tour-Frust: DSV-Team startet enttäuschend

Der Auftakt der siebten Tour de Ski der Langläufer wird zu einer Technikschlacht, die das DSV-Team nicht erfolgreich bestreitet. Von den deutschen Athleten überzeugt nur Denise Herrmann als Vierte. Die Männer dagegen schaffen nicht einmal ein Top-20-Resultat.

Eine glückliche Denise Herrmann konnte den Frust im deutschen Lager zum Auftakt der siebten Tour de Ski der Langläufer nur bedingt schmälern. Die Oberwiesenthalerin schaffte beim Prolog über 3,1 Kilometer im freien Stil mit Platz vier erneut ein hervorragendes Ergebnis, zumal sie lediglich 9,3 Sekunden Rückstand auf Siegerin Kikkan Randall aus den USA zuließ und ihren ersten Einzelpodestplatz bei einem Weltcup-Rennen nur um 4,6 Sekunden verpasste.

Unschlagbar: Petter Northug.
Unschlagbar: Petter Northug.(Foto: dpa)

Dagegen gab es im Männer-Lager enttäuschte Gesichter. Axel Teichmann als 22. und Tobias Angerer auf Rang 24 konnten noch die besten Ergebnisse vorweisen. Den Sieg holte sich der norwegische Tour-Mitfavorit Petter Northug. Er geht mit 6,1 Sekunden Vorsprung auf den Schweden Marcus Hellner in das Verfolgungsrennen über 15 Kilometer am Sonntag.

Herrmann mit sich zufrieden

"Die Oberhofer Strecken liegen mir, ich komme hier seit Jahren gut zurecht", sagte Denise Herrmann, die 2011 an gleicher Stelle Siebte des Prologs geworden war. Trotz der schwierigen Bedingungen mit stürmischen Winden und tiefem Schnee versuchte sie, ihr Erfolgsrezept des vergangenen Jahres zu wiederholen. "Ich habe mir meine Kräfte ganz gut eingeteilt. In der zweiten Runde habe ich am Birkstieg Gas gegeben und bin dann in der Abfahrt volles Risiko gegangen", berichtete die Sächsin, die im bisherigen Saisonverlauf die beste, vor allem aber die stabilste deutsche Läuferin war.

"Bis jetzt ging es wirklich sehr gut, deshalb muss ich auch meine persönlichen Ziele nach oben schrauben. Es kommt jetzt darauf an, in jedem Rennen so viel Punkte wie möglich zu holen, egal ob im Sprint oder auf den Distanzen", meinte Herrmann, die allerdings nach wie vor auf den kürzeren Strecken ihre besonderen Stärken sieht.

Männer leiden im weichen Schnee

Die immer weicher werdenden Strecken machten besonders den Männern mit den hohen Startnummern zu schaffen. So konnte Angerer in der Abfahrt einen Sturz nur mit Mühe vermeiden. "Ein Segel wäre nicht schlecht gewesen", scherzte der Bayer angesichts des zum Teil stürmischen Windes. "Aber es waren die Bedingungen generell, die uns zu schaffen gemacht haben. Da kommt man einfach nicht richtig ins Gleiten", sagte Angerer, der trotz seines Rückstandes von 23,5 Sekunden nichts von einer Vorentscheidung wissen will. "Das läuft sich am Sonntag wieder zusammen. Northug ist zwar etwas weg, doch der wird nicht allein gehen wollen", bemerkte Angerer.

Auf ihm ruhen die größten deutschen Hoffnungen, nachdem Tim Tscharnke passen musste. Eine schwere Magen-Darm-Grippe verhinderte am Samstag den Tour-Start des Canmore-Siegers.

Quelle: n-tv.de

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