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"Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe": Laura Dahlmeier.
"Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe": Laura Dahlmeier.(Foto: AP)

Biathletinnen locker und agressiv: Dahlmeier greift nach WM-Gold

Die deutsche Weltmeisterin Laura Dahlmeier visiert bei der Biathlon-WM in Oslo im Einzel ihre dritte Medaille an - und gibt sich betont locker. Kollegin Franziska Hildebrand hingegen versucht es bei der Jagd nach einem Podestplatz mit einer Portion Aggressivität.

Aus Angst vor dem Nebel über Oslo ist das Biathlon-Einzel der Damen bei den Weltmeisterschaften um zweieinhalb Stunden vorverlegt worden. Das Rennen startet nun um 13 Uhr. Die deutschen Biathletinnen haben auch im dritten WM-Einzelrennen am Holmenkollen große Medaillenchancen. Im 15-Kilometer-Rennen gehören Verfolgungs-Weltmeisterin Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand zu den Favoritinnen.

Dahlmeier geht mit der Startnummer 36 ins Rennen, als erste deutsche Skijägerin ist Vanessa Hinz mit der Nummer 3 an der Reihe. Franziska Hildebrand bekam die Startnummer 55 zugelost. Maren Hammerschmidt bestreitet ihr WM-Debüt mit der Startnummer 64. Als letzte der Mitfavoritinnen startet Walj Semerenko aus der Ukraine mit der Nummer 94.

Laura Dahlmeier: Sie kann nach Gold in der Verfolgung und Bronze im Sprint ihre dritte WM-Medaille holen. "Wenn es läuferisch passt, kann ich schon angreifen", sagte die 22-Jährige, die wie im Verfolger erneut alle 20 Scheiben abräumen will: "Ich habe gezeigt, dass ich vier Mal Null schießen kann." 20 Treffer bei 20 Schüssen bildeten die Grundlage für den Sieg. Natürlich ist die Partenkirchnerin nach Bronze im Sprint und Gold im Jagdrennen auch im Klassiker eine der großen Favoritinnen. "Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe", sagt sie trotzdem: "Zwei Starts, zwei Medaillen - besser kann es gar nicht sein."

Franziska Hildebrand: Sie will nach der knapp verpassten Bronzemedaille in der Verfolgung endlich ihre erste WM-Einzelmedaille: "Ich schaue auch mit ein bisschen Aggressionen auf das Rennen, ich würde gerne noch den einen Platz nach vorne rutschen", sagte Hildebrand, der vier Sekunden zu Bronze fehlten.

Maren Hammerschmidt: Für die 26-Jährige ist es das WM-Debüt. Für sie geht es bei ihrem ersten Start überhaupt am Holmenkollen um eine gute Platzierung. Zumal sie ohnehin stärker im Sprint ist, da aber bei der Nominierung überraschend den Kürzeren zog. "Am Anfang war es schwer, aber ich habe es akzeptiert. Jetzt fokussiere ich mich auf das Rennen."

Vanessa Hinz: Für die Staffel-Weltmeisterin geht es darum, nach ihrem desaströsen Sprint wieder Selbstvertrauen zu tanken. Doch das könnte im schießlastigen Einzel schwer werden. Denn im Sprint schoss sie vier Fahrkarten und hatte als 61. die Qualifikation für die Verfolgung verpasst.

Quelle: n-tv.de

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