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Die Fahrerin des Unfallwagens Guo Meiling wird noch vor Ort behandelt.
Die Fahrerin des Unfallwagens Guo Meiling wird noch vor Ort behandelt.(Foto: REUTERS)

Hubschraubereinsatz bei Rallye-Prolog: Dakar-Debütantin rast in Zuschauermenge

Immer wieder gerät die Rallye Dakar nicht aus sportlichen Gründen, sondern aufgrund tragischer Zwischenfälle in die Schlagzeilen. Nach einem Unfall mit einem Mini befinden sich ein Junge und sein Vater in kritischem Zustand.

Der Prolog der 38. Rallye Dakar ist von einem folgenschweren Unfall mit mehreren teils schwer verletzten Zuschauern überschattet worden. Dies bestätigte der französische Veranstalter ASO. Zwei Zuschauer, ein 34-jähriger Mann und sein 10 Jahre alter Sohn, befinden sich in einem kritischen Zustand. Sie wurden per Hubschrauber und Rettungswagen in eine Klinik gebracht.

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Zwei Personen wurden noch an der Strecke in Rosario medizinisch versorgt, mindestens sechs weitere Zuschauer erlitten nach Angaben der argentinischen Polizei "leichtere Verletzungen". Die ASO kündigte an, den Vorfall weiter zu untersuchen. Die erste Etappe, die am Sonntag über 662 km (258 km Wertungsprüfung) von Rosario nach Villa Carlos Paz führt, soll dennoch planmäßig stattfinden.

Um 17.59 Uhr Ortszeit hatte die chinesische Dakar-Debütantin Guo Meiling während des nur elf Kilometer langen Prologs aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihren Mini verloren, war von der Strecke abgekommen und in die Zuschauermenge gerast. Der Prolog wurde umgehend abgebrochen, Meiling, die für das deutsche Team X-raid fährt, blieb bei dem Zwischenfall unverletzt.

Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen wird die Rallye Dakar immer wieder von ähnlichen Vorfällen überschattet. Erst 2014 starben zwei argentinische Journalisten bei einem Unfall. Seit der Dakar-Premiere 1978 sind 66 Fahrer, Zuschauer und Journalisten bei der Marathon-Rallye ums Leben gekommen.

Sport rutscht in den Hintergrund

Durch den neuerlichen Unfall gerieten die sportlichen Leistungen der favorisierten Teams zur Nebensache. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah (Katar) kam im Mini an der Seite seines französischen Co-Piloten Matthieu Baumel in 6:13 Minuten als Vierter ins Ziel. Die Bestzeit setzte der Niederländer Bernhard Ten Brinke im Toyota (6:08) vor dem Spanier Carlos Sainz (Peugeot/6:11) und dem Ford-Piloten Xavier Pons (Spanien/6:12).

Die Mini-Piloten Nani Roma (Spanien) als Sechster und Dakar-Debütant Mikko Hirvonen (Finnland/beide 6:15) als Siebter fuhren ebenfalls in die Top 10.

Planmäßig führt die Dakar in diesem Jahr über mehr als 9000 Kilometer und 13 Etappen durch Argentinien und Bolivien. Das Ziel in Rosario soll am 16. Januar erreicht werden.

Quelle: n-tv.de

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