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Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler beim Training in Cortina d'Ampezzo (undatiertes Archivbild).
Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler beim Training in Cortina d'Ampezzo (undatiertes Archivbild).(Foto: picture alliance / dpa)

50 Jahre nach dem WM-Gold: Das große Glück von Kilius/Bäumler

Am 28. Februar 1963 gewannen Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler in Cortina d'Ampezzo den WM-Titel im Paarlauf. Es war der Anfang einer großen Karriere. Nur Olympia-Gold fehlt. Den Jubiläumstag verbringt das deutsche Eiskunstlauf-Traumpaar gemeinsam.

Aufgeregt betraten Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler im Olympiastadion von Cortina d'Ampezzo das Eis. Es war der 28. Februar 1963 - der Tag, an dem das Paar Eiskunstlauf-Geschichte schreiben sollte. Vor genau 50 Jahren gewann das deutsche Traumduo WM-Gold im Paarlauf.

"Das war ein Drehbuch, das das Leben geschrieben hat. Und ich freue mich, dass ich ein Hauptdarsteller war", sagte der heute 71 Jahre alte Bäumler. Der ehemalige Eisprinz lebt seit Jahren in Südfrankreich und ist viel als Theaterschauspieler unterwegs. Auch heute werde er nach Vorstellungen noch auf den ersten WM-Sieg eines deutschen Paares seit Ria Baran und Paul Falk 1952 in Paris angesprochen.

An jenem 28. Februar 1963 ließen Kilius/Bäumler die russischen Paare Ljudmila Beloussowa/Oleg Protopopow und Tatjana Schuk/Alexander Gawrilow hinter sich. Und das, obwohl die Deutschen mit einer unglücklichen Startnummer sehr früh aufs Eis mussten und dadurch deutlich schwierigere Bedingungen unter freiem Himmel hatten. Die Nerven hielten. Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler holten das Letzte aus sich heraus, standen ihre Sprünge und wurden mit Gold belohnt.

Nur Olympia-Gold fehlte noch

Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler nach der Verleihung der Goldene Sportpyramide 2011 im Hotel Adlon in Berlin.
Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler nach der Verleihung der Goldene Sportpyramide 2011 im Hotel Adlon in Berlin.(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Jahr später wiederholte das Paar den Triumph bei der WM in Dortmund. Zudem wurden Kilius/Bäumler sechsmal Europameister und viermal deutscher Meister. Nur der große Traum vom Olympiasieg blieb unerfüllt. 1960 bei den Winterspielen in Squaw Valley gewannen sie hinter Barbara Wagner/Kurt Paul (Kanada) Silber, vier Jahre später in Innsbruck reichte es hinter Beloussowa/Protopopow erneut "nur" zu Platz zwei. "Niemand weiß besser, was es bedeutet, Gold nicht zu gewinnen", sagte Bäumler anlässlich seines 70. Geburtstags vor gut einem Jahr. "Vor Innsbruck 1964 wurden doch schon Postkarten verkauft mit Kilius/Bäumler als Olympiasieger."

Ein halbes Jahrhundert nach dem Gold-Coup in Cortina d'Ampezzo freut er sich sehr darüber, "dass es Menschen gibt, die noch immer daran denken". Er lebe zwar in seiner südfranzösischen Heimat im Hier und Jetzt, aber es sei "schön, eine solche Vergangenheit zu haben".

Den Jubiläumstag verbringt das Goldpaar übrigens gemeinsam. Für die ARD stehen Kilus/Bäumler, die gemeinsam auch Kinofilme ("Die große Kür" von 1964, "Das große Glück" von 1967) drehten, am Donnerstag für Fernsehaufnahmen vor der Kamera. Marika Kilius hat übrigens in wenigen Wochen erneut Grund zum Feiern. Am 24. März wird sie 70 Jahre alt.

Quelle: n-tv.de

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