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"Sonst machen wir es auf dem Klo": Der schwierige Spagat des Kerber-Hypes

Nur eine Woche nach dem Australian-Open-Sieg wartet auf Tennis-Königin Angelique Kerber die nächste Aufgabe. Die Schweiz ist eine schwere Prüfung für das deutsche Fed-Cup-Team. Die Euphorie um Kerber müsse hinten angestellt werden, fordert Teamchefin Rittner.

Das deutsche Fed-Cup-Team soll den Australian-Open-Sieg von Angelique Kerber vor dem Viertelfinale gegen die Schweiz vorübergehend verdrängen. "Wir müssen dieses wahnsinnig tolle Ereignis abhaken", fordert Teamchefin Barbara Rittner in Leipzig. "Es wird entscheidend sein, dass wir alles, was passiert ist, hinter uns lassen", erklärte sie mit Blick auf die Partie am Samstag und Sonntag und angesichts des neu geweckten Medieninteresses. Für Kerbers Teamkollegin Andrea Petkovic ist der neue Hype dagegen positiver Stress. "Wir genießen es, dass wir solche Momente haben: eine volle Pre-Draw-Pressekonferenz. Sonst stehen hier zwei Leute und wir machen es auf dem Klo."

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Die Bundestrainerin warnt aber und bezeichnete es indes als einen Spagat, mit dem Hype umzugehen und gleichzeitig die schwierige sportliche Herausforderung zu meistern - allen voran für Kerber. Denn der erste Triumph einer deutschen Tennisspielerin bei einem Grand-Slam-Turnier seit Steffi Graf 1999 war auch in Leipzig das beherrschende Thema. Der Rummel um die neue Nummer zwei der Tennis-Welt ist groß wie nie.

Absage? Auf gar keinen Fall!

Eine Absage für die Fed-Cup-Partie hat Kerber trotz der Strapazen nach ihrem Triumph in Melbourne nie erwogen. "Ehrlich gesagt nein", antwortete die 28-Jährige auf eine entsprechende Frage. "Es war von vornherein klar, dass ich hierher komme. Es ist für mich immer eine große Ehre." Zeit zur Erholung blieb ihr zwar kaum, sie fühle sich dennoch bereit für die nächste Aufgabe. "Körperlich fühle ich mich gut. Ich bin natürlich ein bisschen müde nach dem Stress. Aber ich bin gesund und fühle mich gut", sagte Kerber, die nach einem Abstecher zur Familie in Polen am Dienstagabend in Leipzig eintraf.

Zu ihrer Aufstellung mochte sich Rittner noch nicht äußern. Spätestens am Freitag bei der Auslosung wird Klarheit herrschen. Neben der deutschen Nummer eins Kerber gehören Andrea Petkovic, Australian-Open-Achtelfinalistin Annika Beck und Doppel-Spezialistin Anna-Lena Grönefeld sowie als Ersatz Anna-Lena Friedsam zum Team. Die deutschen Damen-Auswahl strebt den ersten Fed-Cup-Titel seit 1992 an, hat aber gleich eine komplizierte Aufgabe zu lösen.

Hingis immer noch dabei

Für die Schweiz tritt neben den Top-15-Profis Belinda Bencic und Timea Bacsinszky die einstige Weltranglisten-Erste Martina Hingis an. Die frühere Kontrahentin von Steffi Graf ist für das Doppel vorgesehen. Viktorija Golubic komplettiert das Team. "Wir haben sicherlich großen Respekt vor der Schweiz", sagte Rittner. "Ich glaube, dass jedes Match offen ist." Wie der Deutsche Tennis Bund bekanntgab, wird der TV-Sender Sat.1 die Partie in seinem Hauptkanal übertragen. Bislang war eine Fernseh-Übertragung auf Sat.1 Gold geplant.

Quelle: n-tv.de

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