Sonntag, 05. September 2010
Audi-Trauerspiel in Brands Hatch: Di Resta lässt Mercedes strahlen
Im Titelrennen des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) fällt in Brands Hatch eine Vorentscheidung zugunsten von Mercedes. Paul di Resta glückt im englischen Brands Hatch der sechste Saisonsieg für die Schwaben. Die Audi-Rivalen fallen in der Gesamtwertung weiter zurück.Mercedes hat mit dem zweiten Doppelerfolg hintereinander Audi im Deutschen Tourenwagen Masters die nächste Klatsche verpasst. Paul di Resta feierte bei seinem Heimspiel in Brands Hatch einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor seinem Markenkollegen Bruno Spengler und wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. "Schwer war es nicht", sagte der Schotte, der nun gute Titelchancen hat. "Ich konnte das Rennen völlig kontrollieren." Titelverteidiger Timo Scheider belegte wie zuletzt in Zandvoort als bester Audi-Vertreter den dritten Platz.
Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug schwärmte nach der Gala in den höchsten Tönen von di Resta: "Das war eine großartige Fahrt von Paul. Niemand hatte wirklich eine Chance, egal ob im Mercedes oder Audi", sagte er nach dem fünften Mercedes-Triumph in Serie. Audi- Sportchef wollte trotz der erneuten Demütigung den Titel noch nicht abschreiben: "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Meisterschaft noch nicht entschieden ist."
Spengler verteidigte durch seinen zweiten Platz am Sonntag beim siebten Saisonlauf die Spitzenposition in der Gesamtwertung. "Ich bin sehr, sehr glücklich", sagte der Kanadier strahlend. "Brands Hatch liegt mir normalerweise nicht." Spengler hat vier Rennen vor Schluss 52 Punkte. Di Resta schob sich durch seinen ersten Saisonsieg mit nun 43 Zählern auf Rang zwei vor seinem britischen Mercedes-Kollegen Gary Paffett (39) vor, der auf dem Traditionskurs Fünfter wurde.
Audi nur noch rechnerisch im Rennen
Scheider weist als DTM-Vierter (29 Punkte) bereits 23 Zähler Rückstand auf. "Paul ist ein einsames Rennen gefahren", anerkannte er die erdrückende Überlegenheit des Mercedes-Kontrahenten. Den Titelhattrick abschreiben will er aber noch nicht: "Aufgegeben wird aber nicht."
Während di Resta das Renngeschehen auf dem mit 1,929 Kilometer kürzesten Kurs im Kalender nach Belieben beherrschte, musste Audi schon früh den ersten Tiefschlag hinnehmen. Der Jubilar und Ex-Champion Mattias Ekström schied wegen eines Aufhängungsbruchs an der Hinterachse ausgerechnet bei seinem 100. DTM-Rennen bereits in der dritten Runde aus. Der Schwede, der vor Brands Hatch Gesamtvierter war und in Valencia bislang den einzigen Sieg der Bayern geschafft hatte, hat damit kaum noch Chancen, ernsthaft ins Titelrennen einzugreifen.
dpa
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