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Novak Djokovic fühlt sich falsch verstanden.
Novak Djokovic fühlt sich falsch verstanden.(Foto: imago/ZUMA Press)

Gleichberechtigung im Tennis: Djokovic rudert beim Thema Preisgeld zurück

Sollten Tennisspieler mehr verdienen als ihre Kolleginnen? Diese Frage spaltet den Tenniszirkus und bringt dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic mächtig Ärger ein, weil er sie bejaht. Zwei weibliche Tennis-Ikonen waschen ihm nun offenbar gehörig den Kopf.

Auch Tennisspieler können Eigentore schießen: Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat sich nach den Dissonanzen über die Verteilung der Tennis-Preisgelder zwischen Spielern und Spielerinnen zu einer Aussprache mit den US-Ikonen Billie Jean King und Chris Evert getroffen. Der Friedensgipfel mit den beiden Tennis-Heldinnen am Rande des ATP-Masters in Miami/Florida dauerte rund 30 Minuten und hinterließ bei Djokovic offenbar Eindruck. Hinterher betonte er: "Ich bin für Gleichheit im Sport und mache keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Ich habe großen Respekt vor all meinen Kolleginnen."

Der Serbe machte aber auch deutlich, dass er sich falsch interpretiert gefühlt habe. "Ich hatte keine bösen Absichten mit meinen Aussagen. Wahrscheinlich haben mich die Leute einfach falsch verstanden. Es tut mir leid, wenn ich damit jemanden verletzt habe", sagte Djokovic, der bald die 100-Millionen-Dollar Preisgeld-Grenze durchbrechen wird.

Bessere Statistiken für Männer?

Der elfmalige Grand-Slam-Gewinner hatte nach seinem Turniersieg am vergangenen Wochenende in Indian Wells/Kalifornien erklärt, dass er den Hut vor dem Kampf der Spielerinnen-Vereinigung WTA für gleiche Preisgelder ziehe. "Aber die Statistiken zeigen, dass Männertennis viel mehr Zuschauer hat. Das ist einer der Gründe, warum wir vielleicht mehr bekommen sollten", so Djokovic.

Die jüngsten Diskussionen hatten sich an Äußerungen des mittlerweile zurückgetretenen Turnierdirektors von Indian Wells, Raymond Moore entzündet. Er hatte dem Damen-Tennis unterstellt, nur eine Art Anhängsel des Herren-Tennis zu sein. Neben Serena Williams, Nr. 1 der Damen-Weltrangliste, hatte auch der Schotte Andy Murray die Äußerungen von Moore und Djokovic scharf zurückgewiesen und sich für die Gleichberechtigung ausgesprochen.

"Habe auch schon Unsinn erzählt"

Die frühere Nummer eins Chris Evert sieht kulturelle Unterschiede als Ursache für die missverständliche Djokovic-Aussage. "Die Amerikaner haben die Gleichheit in vielen Bereichen immer früher respektiert als die Europäer", meinte die 61-Jährige.

Billie Jean King (72), einst Vorkämpferin für die Gleichberechtigung im Tennis, zeigte sich nach dem Treffen mit Djokovic milde gestimmt: "Ich werde ihn nicht verdammen, weil ich ihn mag. Niemand ist perfekt. Ich habe auch schon Unsinn erzählt", sagte King und fügte an: "Ich würde mir wünschen, dass die meisten Spieler Töchter hätten. Ich denke, das würde sie verändern." Djokovic hat einen einjährigen Sohn namens Stefan.

Quelle: n-tv.de

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