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Sport
Erst wenige Monate gewählt, schon steckt Sebastian Coe mitten in einem Skandal.
Erst wenige Monate gewählt, schon steckt Sebastian Coe mitten in einem Skandal.(Foto: picture alliance / dpa)

Korruptionsskandal um Coe?: E-Mail-Affäre belastet IAAF-Präsidenten

Erst die Fifa, nun die IAAF: Der internationale Leichtathletikverband steht vor einem Korruptionsskandal. Verbandspräsident Sebastian Coe soll illegale Hilfe im Wahlkampf angenommen haben. Ein geheimes E-Mail-Postfach liefert Indizien, berichten britische Medien.

Nach dem Wirbel um den Doping- und Korruptionsskandal in der Leichtathletik droht IAAF-Präsident Sebastian Coe neuer Ärger. Der Brite hat im Wahlkampf um die Macht im Weltverband angeblich illegale Hilfe aus dem inneren Zirkel der IAAF angenommen, berichtet "Daily Mail". Demnach soll Coe während seiner Kampagne vom ehemaligen Pressechef Nick Davies beraten worden sein und damit womöglich gegen die Statuten verstoßen haben.

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Konkret geht es um ein Wahlversprechen Coes, die IAAF-Mitgliedsverbände im Falle eines Wahlsieges finanziell besser zu unterstützen. Davies soll dabei unter falschem Namen und falscher E-Mail-Adresse Tipps zur Formulierung des entsprechenden Programms gegeben haben. Als Pseudonym wurde offenbar der Name "Manolo Yanes" verwendet. Empfänger der Mail sei nicht Coe selber gewesen, sondern sein Wahlkampfteam.

Bester Mann für IAAF

Davies war nach Coes Wahl zu dessen Büroleiter aufgestiegen, lässt sein Amt im Moment wegen einer möglichen Verwicklung in den Dopingskandal in der russischen Leichtathletik aber ruhen. Die IAAF dementierte den Vorgang nicht, wies aber darauf hin, dass Coe Davies keine "Gegenleistung für seine Unterstützung" versprochen habe. Ebenso habe Coe nicht darauf gedrängt, die Hilfe zu "verbergen", indem eine bestimmte E-Mail-Adresse verwendet werde. Davies habe aus eigenem Antrieb gehandelt, weil er der Meinung war, die Wahl des Doppel-Olympiasiegers ins Machtzentrum sei im "besten Interesse der IAAF".

Der 59-Jährige war am 19. August 2015 vor der Weltmeisterschaft in Peking zum neuen Präsidenten der IAAF gewählt worden. Der ehemalige Mittelstreckenläufer setzte sich mit 115 zu 92 Stimmen gegen die Stabhochsprung-Legende Sergej Bubka durch. Im Rahmen von IAAF-Wahlen ist es den Kandidaten untersagt, Hilfe von Mitarbeitern oder Beratern des Verbandes anzunehmen.

Coe kündigt Reformen an

Trotz der Anschuldigungen will Coe seinen Reformprozess im skandalgeplagten Leichtathletik-Weltverband in diesem Jahr abschließen. "Ich bin sicher, dass die Änderungen, die ich auf dem Weg gebracht habe, in großen Teilen am Ende des Jahres realisiert sind", sagte er. "Man kann nicht sagen, wie lange der Weg zurück zur Glaubwürdigkeit dauern wird. Aber wir müssen diese Reformen angehen", so Coe.

Seit Monaten hält der Doping- und Korruptionsskandal die IAAF in Atem. Auch Coe steht dabei enorm unter Druck, auch wenn er immer wieder behauptet, vom mutmaßlich kriminellen System seines Vorgängers Lamine Diack nichts gewusst zu haben. Die unabhängige Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hatte den langjährigen IAAF-Präsident Diack schwer beschuldigt. Zusammen mit seinen Söhnen und weiteren Komplizen soll er eine "Schattenregierung" installiert und unter anderem auch versucht haben, positive Dopingtests gegen Geldzahlungen zu vertuschen.

Bereits zuvor war der russische Leichtathletik-Verband Araf wegen massiver Doping-Verfehlungen aus dem Weltverband ausgeschlossen worden. Das Anti-Doping-Labor in Moskau verlor seine Akkreditierung, die nationale Anti-Doping-Agentur Rusada wurde von der Wada suspendiert. Ohne weitreichende Reformen dürfen Russlands Leichtathleten nicht an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen.

Quelle: n-tv.de

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