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Extrembedingungen - für Auto und Fahrer.
Extrembedingungen - für Auto und Fahrer.(Foto: dpa)

Gewitter, Stürme, Regen: El Niño wirbelt Rallye Dakar durcheinander

Extreme Wetterverhältnisse sorgen für Chaos bei der Rallye Dakar. Weiche Strecken und unterspülte Straßen stellen die Beteiligten vor gewaltige Herausforderungen. "Darauf sind wir nicht vorbereitet", heißt es aus dem Fahrerlager. Einen Plan B gibt's noch nicht.

Stürme und Gewitter statt Sonne und Staub: Die extremen Wetterverhältnisse mit stundenlangem Starkregen in Argentinien sorgen für Chaos bei der 38. Rallye Dakar und stellen Teams und Organisatoren vor ungeahnte Herausforderungen. Unwetter weichen die Strecken auf und unterspülen die Straßen - statt extremer Hitze sind längst die Wassermassen zum größten Hindernis geworden.

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"So viel Regen hatten wir in all den Jahren noch nicht", heißt es mehrheitlich im Fahrerlager. Die extremen Bedingungen beeinflussten bislang alle Stages massiv, Wertungsprüfungen wurden abgesagt oder gekürzt. Im tiefen Schlamm fuhren sich viele Piloten fest und verloren wertvolle Zeit - darunter auch Spitzenfahrer wie der zweimalige Sieger Nani Roma aus Spanien.

Dakar steht für andere Extreme

Ab Dienstagmittag regnete es nahezu ununterbrochen bis in die frühen Morgenstunden, das Fahrerlager in San Salvador de Jujuy im Norden Argentiniens glich nach wenigen Stunden einem See. "Darauf sind wir nicht vorbereitet. Die Dakar steht für Hitze, für Wüste und Staub - eben genau für das andere Extrem, als das, was wir jetzt haben", sagte Marco Pastorino, der beim deutschen Team X-raid arbeitet, in Argentinien.

Nicht nur die Fahrer, die ihre über Wochen erarbeitete Renntaktik schleunigst anpassen müssen, sehen sich völlig neuen und ungewohnten Herausforderungen gegenüber, auch Mechaniker, Organisatoren und Helfer müssen reagieren und umplanen. In den Abendstunden durchsuchten die Teams die umgrenzenden Orte hastig nach freien Hotelbetten - doch wer bei der begrenzen Kapazität leer ausging, musste die Nacht wohl doch im Zelt auf durchnässten Grund verbringen.

Wetterbesserung ist nicht in Sicht

Und die Wetterprognose verheißt nichts Gutes, denn Besserung ist zunächst nicht in Sicht. Auch an den kommenden Tagen, an denen Etappen im südlichen Hochland Boliviens anstehen, soll es regnen. Dazu kommen Höchstbelastungen für den Körper bei deutlich niedrigeren Temperaturen und dünnerer Luft in bis zu 4500 Metern Höhe - der Veranstalter ASO hält aber (noch) an seinen geplanten Etappen fest und entscheidet von Tag zu Tag, wie und ob die Wertungsprüfungen stattfinden.Schuld an der Misere ist wohl das Naturphänomen El Niño, das bereits im Vorfeld der Dakar dafür gesorgt hatte, dass Peru seine Ambitionen auf Etappen zurückzog.

Das unerwartete Wetter sorgt aber auch für Spannung, die gerade beim Profil der ersten Etappen favorisierten Minis schwächeln. Dafür glänzte Dakar-Debütant Sébastien Loeb im Peugeot, und auch der deutsche Co-Pilot Dirk von Zitzewitz kommt im Toyota des Südafrikaners Giniel de Villiers gut zurecht. Dennoch war es ein Mini-Fahrer, der die Gefühlslage der Piloten auf den Punkt brachte. "Es regnet mehr als ich dachte", sagte der Brite Harry Hunt, der seine erste Dakar fährt: "Eigentlich hatte ich Sonne und 40 Grad erwartet."

Quelle: n-tv.de

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