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Binnen zwei Wochen sind zwei ehemalige Funktionäre der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada gestorben.
Binnen zwei Wochen sind zwei ehemalige Funktionäre der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada gestorben.(Foto: picture alliance / dpa)

Zweiter Todesfall in zwei Wochen: Ex-Rusada-Chef stirbt nach Herzattacke

Nikita Kamajew ist tot. Der erst im November zurückgetretene Geschäftsführer der russischen Anti-Doping-Behörde Rusada erleidet eine plötzliche Herzattacke. Doch von einer Vorerkrankung am Herzen des 52-Jährigen weiß offenbar niemand etwas.

Nur zwei Monate nach seinem Rückritt als geschäftsführender Direktor der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada ist Nikita Kamajew im Alter von 52 Jahren an einer Herzattacke verstorben. Dies bestätigte die wegen ihrer Verfehlungen im russischen Dopingskandal heftig unter Druck geratene Rusada in einem Statement.

Kamajew war im Dezember zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus Anschuldigungen der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, die Russland massive Verfehlungen in der Leichtathletik vorwirft. Es ist der zweite Todesfall eines früheren hochrangigen Funktionärs binnen zwei Wochen. Am 3. Februar war bereits Wjatscheslaw Sinew, der die Agentur von 2008 bis 2010 geführt hatte, verstorben.

Herzschmerzen nach Skilaufen

Kamajew habe nach dem Skifahren über Herzschmerzen geklagt, sagte der ehemalige Rusada-Generaldirektor Ramil Chabrijew der Agentur Tass. "Er hat nie von Herzproblemen gesprochen, zumindest nicht mir gegenüber. Vielleicht wusste seine Frau von solchen Problemen", sagte Chabrijew, der im Dezember ebenfalls infolge des Dopingskandals zurückgetreten war. Die amtierende Rusada-Chefin Anna Anzeliowitsch sagte, sie wisse nichts über eine mögliche Herzschwäche Kamajews. "Sein Tod ist ein großer Verlust".

Sportminister Witali Mutko sprach der Familie sein Mitgefühl aus. "Wir bedauern seinen Tod zutiefst. Er stand an den Ursprüngen der russischen Anti-Doping-Organisation, er hat sie geschaffen.", sagte er. Kamajew habe völlig gesund gewirkt. "Das ist ein sehr unerwarteter Tod, alles schien normal."

Die unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur hatte Anfang November in ihrem Bericht massive Dopingverfehlungen in der russischen Leichtathletik festgestellt. Daraufhin war der russische Verband Araf aus dem Weltverband IAAF ausgeschlossen worden. Zudem suspendierte die Wada die Rusada und entzog dem Moskauer Anti-Doping-Labor die Akkreditierung. Russlands Leichtathleten droht wegen des Skandals auch das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Quelle: n-tv.de

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