Gedenkminute für Bebenopfer

Fackellauf wird doch verkürzt

13.05.2008 | 11:39 Uhr
Die Zeremonien und Feierlichkeiten rund um den Fackellauf werden ab Mittwoch vor dem Hintergrund der Erdbebenkatastrophe in China eingeschränkt.

Der olympische Fackellauf in China wird angesichts der vielen Opfer bei der Erdbebenkatastrophe doch modifiziert. Das Ausmaß der Feiern am Wegesrand und der betriebene Aufwand auf den Stationen des Fackellaufes soll künftig bescheidener ausfallen, kündigte der Sprecher des Organisationskomitees, Sun Weide, in Peking an.

"Wir werden die Verfahren vereinfachen. Wir werden uns auf Einfachheit konzentrieren." Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab bekannt, dass es eine Million Dollar (rund 650.000 Euro) für die Opfer und den Wiederaufbau spenden wolle.

Der neue, ernstere Charakter des Fackellaufes werde möglicherweise bis Juni beibehalten, wenn das olympische Feuer auch die vom Erdbeben betroffene Provinz Sichuan erreiche. Es werde künftig auch eine Schweigeminute für die Opfer jeweils zu Beginn des Fackellaufes geben, berichtete das Organisationskomitee (BOCOG). Entlang der Route werde es Stationen geben, wo die Menschen für die Erdbebenopfer spenden könnten. Die Entscheidung der Olympia-Organisatoren am Dienstagabend Ortszeit ist eine Kehrtwende, da den ganzen Tag über versichert worden war, dass der Fackellauf wie geplant fortgesetzt.