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Beim American Football gilt der Schädel- und Nackenbereich als anfällig für Verletzungen - mit verheerenden Folgen.
Beim American Football gilt der Schädel- und Nackenbereich als anfällig für Verletzungen - mit verheerenden Folgen.(Foto: USA Today Sports)

NFL räumt Zusammenhang ein: Football löst Gehirnkrankheit CTE aus

Gehirnerschütterungen gehören beim American Football zum Alltag: Experten vermuten darin seit langem eine Ursache für die gefährliche Hirnkrankheit CTE. Lediglich die NFL wollte das nie anerkennen - muss nun aber zurückrudern.

Erstmals hat ein hochrangiger Offizieller der National Football League einen Zusammenhang zwischen American Football und der degenerativen Gehirnkrankheit CTE anerkannt. Jeff Miller, Liga-Vizepräsident für Gesundheit und Sicherheit, nahm bei einer Podiumsdiskussion Bezug auf die Arbeit eines Wissenschaftlers von der Boston Universität, der CTE in den Gehirnen von 90 früheren Profis festgestellt hatte.

Die Studie "zeigt, dass bei einer Zahl von zurückgetretenen NFL-Spielern CTE diagnostiziert wurde", sagte Miller auf die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen dem harten Sport und der Krankheit gebe. "Deshalb ist die Antwort auf die Frage sicher "Ja", aber es gibt auch noch eine Zahl von Fragen, die damit einhergehen." Die Liga hatte den Sport bislang nicht als direkte Ursache für CTE genannt. Die Krankheit entsteht durch ständig wiederholende Gehirnverletzungen und führt zu Demenz, Depression und Gedächtnisverlust.

Hohe Selbstmordrate wegen CTE

Janice Schakowsky, im Repräsentantenhaus Vertreterin des Bundesstaates Illinois, forderte die NFL zum Handeln auf. "Football ist schon wegen der regelmäßigen Hits ein Hochrisiko-Sport, nicht nur weil es nachweisbar Gehirnerschütterungen gibt", sagte die Politikerin: "Die amerikanische Öffentlichkeit braucht einen ehrlichen Umgang mit den Risiken und mehr Forschung."

Dutzende ehemalige NFL-Stars begingen wegen CTE Selbstmord. Erst Anfang des Monats hatte Ex-Profi Albert Haynesworth darüber gesprochen, dass er mit schweren gesundheitlichen Problemen und Konzentrationsschwierigkeiten zu kämpfen habe. Der 34-Jährige erklärte, er sei aufgrund zweier Aneurysmen im Kopf beinahe gestorben und befeuerte damit die Diskussion über die Gefahr von Kopfverletzungen. Unter den früheren Spielern, nach deren Tod CTE festgestellt worden war, sind auch die Ruhmeshallenmitglieder Junior Seau und Ken Stabler.

Quelle: n-tv.de

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