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Severin Freund lässt die deutschen Skisprung-Fans mit seinem Sieg beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf träumen.
Severin Freund lässt die deutschen Skisprung-Fans mit seinem Sieg beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf träumen.(Foto: dpa)

Paukenschlag in Oberstdorf: Freund fliegt zum Tournee-Traumstart

Dreizehn Jahre müssen die deutschen Skisprungfans auf einen Auftaktsieg bei der Vierschanzentournee warten. In Oberstdorf beendet Severin Freund die schwarze Serie, schlägt Topfavorit Peter Prevc. Superstar Gregor Schlierenzauer erlebt ein Fiasko.

Severin Freund ist mit einem furiosen Sieg in die 64. Vierschanzentournee gestartet. Der Weltmeister kam in Oberstdorf auf starke 126,0 und 137,5 Meter und gewann in einem dramatischen Auftaktspringen mit 307,2 Punkten knapp vor Michael Hayböck (Österreich/304,2). Der nach dem ersten Durchgang noch führende Topfavorit Peter Prevc aus Slowenien musste sich mit 299,9 Zählern und Rang drei begnügen und geht mit einem Rückstand von 7,3 Punkten in das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Freund siegte vor Michael Hayböck und Weltcup-Spitzenreiter Peter Prevc (r.).
Freund siegte vor Michael Hayböck und Weltcup-Spitzenreiter Peter Prevc (r.).(Foto: REUTERS)

"Ich freue mich wahnsinnig, das ist ein wunderschöner Tag. Mein zweiter Sprung war sehr, sehr gut", sagte Freund, der nach dem ersten Durchgang nur auf dem fünften Rang gelegen hatte. Für den Niederbayern war es der 21. Weltcup-Sieg seiner Karriere und der erste Erfolg bei der Tournee. Als erste Deutscher seit Sven Hannawald 2002 startete der Skiflug-Weltmeister mit einem Sieg in die Traditionsveranstaltung. "Es ist erst ein kleiner Teil der Tournee", bremste Freund umgehend die Euphorie im Oberstdorfer Hexenkessel. Dennoch dürfen die deutschen Fans erstmals seit dem Grand-Slam von Hannawald in der Saison 2001/02 wieder vom Gesamtsieg träumen.

Schierenzauer bleibt auf Formsuche

Zweitbester DSV-Adler vor der Rekordkulisse von 25.500 Zuschauern war Richard Freitag als guter Neunter. Der hoch gehandelte Andreas Wellinger kam nach einem schwachen ersten Sprung nicht über den 15. Rang hinaus. Insgesamt schafften es acht der zehn DSV-Adler in den zweiten Durchgang und sammelten somit Weltcup-Punkte. Allen voran Andreas Wank und Stephan Leyhe überzeugten mit starken zweiten Sprüngen und den Rängen 13 und 14. Dahinter folgten Routinier Michael Neumayer (Oberstdorf/19.), Karl Geiger (Oberstdorf/26.) und Pius Paschke (Kiefersfelden/29.).

Nicht in den zweiten Durchgang schafften es dagegen Team-Olympiasieger Marinus Kraus (Oberaudorf/36.) und Markus Eisenbichler (Siegsdorf/41.). Einen schwarzen Tag erlebte zudem der formschwache Superstar Gregor Schlierenzauer (Österreich), der als 31. einmal mehr enttäuschte. Auch Domen Prevc, der erst 16 Jahre alter Bruder von Peter Prevc, blieb mit Rang 27 hinter den Erwartungen zurück.

Quelle: n-tv.de

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