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WM-Lexikon: I wie Indien

Von A wie Abschied bis Z wie Zakumi - das WM-Lexikon auf n-tv.de bringt Sie gut durchs Turnier. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum ersten Fußball-Weltturnier auf afrikanischen Boden wissen müssen. Von Christoph Wolf und Stefan Giannakoulis.

Titan Kahn in Indien: Mit seinem Abschiedsspiel rückte er das Land auf die Fußballkarte.
Titan Kahn in Indien: Mit seinem Abschiedsspiel rückte er das Land auf die Fußballkarte.(Foto: REUTERS)

INDIEN. Indische Einwanderer haben in Südafrika Tradition. Besonders in Durban. Auch Mahatma Gandhi lebte dort. Dabei bei einer Weltmeisterschaft war Indien noch nie, obwohl sich das Land schon einmal qualifiziert hatte. 1950 zogen es die Inder vor, nicht nach Brasilien zur Weltmeisterschaft zu reisen, weil sie sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt sahen. Die Organisatoren forderten nämlich aus Sicht der Inder Ungeheuerliches: dass sie, wie alle anderen Teams auch, Schuhe tragen sollten.

Obwohl die Inder bei den Olympischen Spielen 1956 - mit Schuhen - Platz vier belegten, erlangten sie erst 2008 weltweite Berühmtheit als Fußballnation: Deutschlands Torwart-Titan Oliver Kahn beehrte das Land mit dem letzten Spiel seiner Karriere. Mit seinem FC Bayern spielte er im Salt-Lake-Stadion von Kolkata vor 120.000 Zuschauern gegen Mohun Bagan - und n-tv war, erstmals in der glorreichen Sendergeschichte, damals live dabei!

Quelle: n-tv.de