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WM-Lexikon: L wie Laduma

Von A wie Abschied bis Z wie Zakumi - das WM-Lexikon auf n-tv.de bringt Sie gut durchs Turnier. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum ersten Fußball-Weltturnier auf afrikanischen Boden wissen müssen. Von Christoph Wolf und Stefan Giannakoulis.

Die Brasilianer Grafite (M) und Josue sind zwei von acht Wolfsburgern bei der WM.
Die Brasilianer Grafite (M) und Josue sind zwei von acht Wolfsburgern bei der WM.(Foto: APN)

LADUMA: In Brasilien heißt es "Goooool", in Deutschland "Toooor", in Südafrika "Ladumaaaaa": Der Schrei der Ekstase. Für Fernsehzuschauer aber wohl selten zu hören, weil a.) die K.o.-Runden-Garantie in Südafrika wahrscheinlich auslaufen wird und b.) jegliche Fangesänge ohnehin von den nervtötenden Vuvuzelas übertönt werden. Mööööööööööööööööööööööööööööp!!!!!!!

LEGIONÄRE. Die Fußball-Bundesligen sind neben der deutschen Nationalmannschaft bei der WM mit 61 ausländischen Profis vertreten. Nur acht von 31 Trainern der WM-Teilnehmer rekrutieren keine Spieler, die in Deutschland ihr Geld verdienen. Übertroffen wird die Bundesliga lediglich von der Premier League, in der 91 ausländische WM-Starter ihr Geld verdienen.

Die größten Stars aus Deutschland sind der Niederländer Arjen Robben sowie der Franzose Franck Ribery vom deutschen Meister Bayern München. Die meisten Bundesliga-Legionäre finden sich im Kader der Schweiz, in dem sieben Profis ihr Geld in Deutschland verdienen. Die meisten WM-Spieler stellt von allen Bundesligisten der VfL Wolfsburg ab. Acht WM-Fahrer tragen normalerweise des VfL-Trikot.

Deutschlands einziger Legionär fehlt bei der WM: Michael Ballack schaut mit einer Knöchelverletzung nur zu.
Deutschlands einziger Legionär fehlt bei der WM: Michael Ballack schaut mit einer Knöchelverletzung nur zu.(Foto: AP)

Die Attraktivität der Bundesliga wirkt sich positiv auf die Leistung jener Länder aus, deren Spieler im Ausland Erfahrung sammeln. Denn der Weg zum Titel bei der Fußball-WM in Südafrika führt primär über die Auslandserfahrung der Nationalspieler. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie der Universität St. Gallen, die die Zusammensetzung aller Teams und deren Abschneiden bei der WM 2006 in Deutschland analysiert hat.

Demnach wirkt es sich positiv auf die Resultate eines Nationalteams aus, wenn möglichst viele Spieler in der Mannschaft lange Zeit bei ausländischen Vereinen gespielt haben. Allerdings sollten die Kicker nicht aus zu vielen verschiedenen Ligen kommen, da dies die sportliche Integration erschwert. Dieses Problem hat die deutsche Mannschaft nicht. Nach dem Ausfall von Michael Ballack ist die Zahl der Legionäre übersichtlich. Sie lautet: 0.

Quelle: n-tv.de